Entspannt ins Auslandssemester

Ein Auslandssemester ist spannend genug: fremdes Land, fremde Stadt, fremde Sprache, fremde Menschen. Da möchte man doch wenigstens sicher sein, dass man nicht plötzlich ohne Geld dasteht und das Abenteuer abbrechen muss, bevor es richtig angefangen hat. Ein gute Vorbereitung ist daher das A und O. Doch dafür braucht man Zeit – informiert und kümmert euch rechtzeitig! Denn: Ohne Moos nix los.

Was ist also zu tun?

1) Die Analyse
Zunächst müssen Infos eingeholt werden. Wie sind die Lebenshaltungskosten in meinem Zielland? Muss ich Studiengebühren einkalkulieren? Wie hoch sind überhaupt die Reisekosten? Am besten erstellt man eine Soll- und Haben-Liste. Wie viel Geld habe ich zur Verfügung? Was brauche ich insgesamt? Im nächsten Schritt ist zu schauen, wie die Lücken im Portemonnaie zu füllen sind.

2) Die Recherche
Es gibt viele verschiedene Förderungsmöglichkeiten, die Studierende beantragen können. Wie zum Beispiel Auslands-BAföG, Förderprogramme von Gesellschaften, Institutionen und Unternehmen, aber auch Stipendien. An Stipendien trauen sich viele nicht ran, dabei unterschätzt man sich manchmal selbst. Man muss kein Crack sein, um gefördert zu werden. Einen guten Überblick bietet die Hochschulrektorenkonferenz auf hochschulkompass.de.

Auslands-BAföG:
Der Bedarfssatz beim Auslands-BAföG ist so hoch angesetzt, dass auch Studierende Anspruch auf Förderung haben können, die in Deutschland kein BAföG bekommen. Um Auslands-BAföG erhalten zu können, muss man mindestens zwei Semester an einer deutschen Hochschule studiert haben und über Sprachkenntnisse des Gastlandes verfügen. Voraussetzung ist auch, dass ein Teil der erbrachten Studienleistungen in Deutschland anerkannt werden muss. Gefördert werden höchstens zwei Semester. Die Anträge sind beim BAföG-Amt mindestens sechs Monate vor der Abreise einzureichen! Für Auslands-BAföG sind übrigens spezielle Ämter zuständig, nicht das Studierendenwerk Essen-Duisburg. Die jeweilige Adresse, abhängig von dem Land, in dem man studieren möchte, findet man unter www.bafoeg.bmbf.de oder man fragt den zuständigen Sachbearbeiter.

Stipendien:
Der wohl bekannteste Förderer von Auslandssemestern ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Über die Vielzahl von Fördermöglichkeiten, die der DAAD Studierenden anbietet, informiert man sich am besten auf der Homepage, die sehr gut und übersichtlich gestaltet ist. Ihr findet dort nicht nur die angebotenen Fördermöglichkeiten, sondern auch Checklisten und Tipps, was im Allgemeinen bei einem Auslandssemster zu beachten ist.

Erasmus:
Das Erasmus+ Programm fördert Auslandsaufenthalte von zwei bis zwölf Monaten (für ein Praktikum) und drei bis zwölf Monaten (für ein Studium). Als Stipendiat zahlt man im Ausland keine Studiengebühren und man erhält eine monatliche Förderung von bis zu 500 Euro (Studium) bzw. 700 Euro (Praktikum). Die Förderungshöhe richtet sich nach den Lebenshaltungskosten des Ziellandes. Erasmus+ Stipendien sind kombinierbar mit BAföG und Deutschlandstipendium.

Promos:
Im Rahmen der Bologna-Reform wurde das PROMOS-Programm ins Leben gerufen. Es bietet Stipendien für kürzere Auslandsaufenthalte (bis zu sechs Monaten), um eine Auslandserfahrung auch innerhalb des eng getakteten Bachelors möglich zu machen. Die Stipendien werden von den Hochschulen selbst vergeben. Infos gibt’s beim Akademischen Auslandsamt.

3) Die Bewerbung
Jetzt heißt es: Stift zur Hand und bewerben!
Viel Erfolg!

Johanne

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