Flexibel und zuverlässig – Kindertagespflege

Wer Mutter oder Vater ist und nebenbei studiert, muss ein Organisationskünstler sein. Im Studium sieht jeder Tag anders aus und der Stundenplan verändert sich von Semester zu Semester – da ist Flexibilität gefragt. Das macht die Kinderbetreuung nicht unbedingt einfacher. Und nicht jeder hat Eltern oder Großeltern, die mal eben spontan einspringen können, um auf den Sohn oder die Tochter aufzupassen. Einige Studierende mit Kind leben noch dazu gar nicht in einer Partnerschaft und müssen die Betreuung allein stemmen. Oder die Absprache mit dem/der Ex-Partner/in ist extrem schwierig. Deshalb sind die meisten auf Betreuungsangebote von außen angewiesen – auf Krabbelgruppen und Kitas. Diese sind wiederrum meistens an feste Öffnungszeiten gebunden und lassen keine flexible Betreuung zu. Doch seit einigen Jahren macht das Modell der flexiblen Kinderbetreuung immer mehr die Runde. Auch das Studierendenwerk Essen-Duisburg hat neben seinen zwei Kitas in Essen und Duisburg zwei flexible Tagespflegeeinrichtungen – die Tiegelkids und die Campuskids.

Die Campuskids wurden erst im Oktober letzten Jahres eröffnet. Im Untergeschoss der Mülheimer Straße 202 in Duisburg spielen seitdem neun Kinder unter drei Jahren, die von drei Erzieherinnen pädagogisch betreut werden. Die Kinder können tageweise in die Einrichtung kommen und sind nicht an eine Fünf-Tage-Woche gebunden. Innerhalb der Betreuungszeit (7:30 Uhr – 16:00 Uhr) können die Eltern ihr Kinder bringen und abholen, wann sie wollen. Zusammen mit den Erzieherinnen legen die Eltern aber eine Mindestanzahl an Stunden fest, das geschieht zum Wohle des Kindes. Flexible Kinderbetreuung bedeutet außerdem Arbeit im Familienverbund – eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist sehr wichtig. So können sich die Eltern untereinander absprechen und sich gegenseitig bei der Aufsicht ihrer Kinder unter die Arme greifen. „Die gegenseitige Unterstützung der Eltern untereinander funktionierte bei den Campuskids auf Anhieb besonders gut“, erzählte mir Inge Vietor, die Leiterin der Einrichtung. Um diesen Zusammenhalt auch weiter zu fördern, möchte man in Zukunft Eltern-Cafés und Workshops anbieten. Schön dabei ist, dass sich die Studierenden in entspannter Atmosphäre kennenlernen und über eventuelle Probleme austauschen können. Man trifft auf Menschen, die in einer ähnlichen Lebenssituation sind und kann Gedanken miteinander teilen. Und die Kiddies haben direkt einen Spielpartner im gleichen Alter. Daumen hoch!

Weitere Infos über die Eröffnung der Campuskids gibt’s hier.

Johanne

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