QUEXIT – Ein Live Escape Game

Sie schießen zurzeit überall aus dem Boden: Sogenannte Live Escape Games. Das Prinzip ist einfach und viele kennen bereits die virtuelle Variante: Eingesperrt in einem Raum, müssen die Teilnehmer zahlreiche versteckte Hinweise sinnvoll kombinieren, um einen Code zu knacken und zu entkommen. Seit Ende 2013 wird die reale Umsetzung dieses Konzepts auch in Deutschland immer populärer. Ob als Teambuilding-Maßnahme, Junggesellenabschied oder einfach nur zum Spaß – Live Escape Games versprechen, für fast jeden interessant zu sein. Und um das zu testen, habe ich QUEXIT in Düsseldorf besucht.

Kleingruppen von zwei bis sechs Personen können bei QUEXIT zwischen vier Räumen wählen. Ob eingesperrt in der Kapitänskajüte eines sinkenden Piratenschiffs, in einem illegalen Casino mit Zeitbombe oder nach einem Hinterhalt gefangen im Darkroom – egal bei welchem Szenario gilt es, innerhalb von 60 Minuten zu entkommen!

Meine Fünfergruppe fand sich in einem verwüsteten Hotelzimmer wieder, konnte unmöglich die Rechnung bezahlen und wollte somit dringend die Zeche prellen, bevor die Zimmerabnahme erfolgt. Naja, weshalb wir überhaupt eingesperrt waren, wurde auch nach einem Intro via Videobotschaft nicht deutlich. Aber darum sollte es nun auch nicht zwingend gehen. Nach der anfänglichen Euphorie hatten wir schnell das Chaos optimiert, alles auf den Kopf gestellt und diverse Hinweise aufgespürt. Daraufhin wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt, denn nun galt es herauszufinden, was genau zu welchem Schloss gehört. Die ersten zwanzig Minuten vergingen wie im Flug und wir hatten noch immer kein Rätsel gelöst.

Doch dann kam der ersehnte Durchbruch: Die ersten Schlösser ließen sich öffnen, neue Gegenstände und Nachrichten führten uns der Lösung näher und näher. Noch eine viertel Stunde Zeit und… es ging einfach nicht mehr weiter! Nichts passte zu einander, der entscheidende Hinweis war nicht aufzuspüren und die Uhr tickte unbarmherzig weiter. Die Nerven lagen blank! Unser letztes Ass im Ärmel war das im Raum deponierte Tablet. Über einen Chat haben die Teilnehmer damit die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten. Unser Spielmaster schubste uns gnädig in die richtige Richtung. Letztendlich konnten wir entkommen – 24 Sekunden vor Ablauf der Zeit.

Mein persönliches Fazit fällt grundsätzlich positiv aus. Das gemeinsame Tüfteln und das Knacken der Schlösser hat ordentlich Spaß gemacht. Die hohe Anforderung an die Geduld und die Fähigkeit zu logischem Denken haben das Team außerdem zusammengeschweißt. Als kleine Kritik lässt sich festhalten, dass der Raum recht klein und mit fünf Personen ein wenig eng und unübersichtlich war. Auch die Einrichtung aus einem schwedischen Möbelhaus verlieh dem Hotelzimmer nicht unbedingt ein authentisches Ambiente. Meine Gruppe war sich jedoch einig, bald wieder an einem Live Escape Game teilzunehmen, dem RuhrEscape in Essen. 

Ihr interessiert euch für Live Escape Games? Hier könnt ihr nach Terminen in eurer Stadt suchen.

Sabine

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