Die faire Limo

Auffällig, bunt und stylish von außen – erfrischend, lecker und fair von innen. So lassen sich die Limonaden und Eistees von Lemonaid beschreiben, die seit einigen Monaten in den Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks Essen-Duisburg verkauft werden. Bunt und erfrischend sind viele Limonaden, doch auch fair gehandelt? Nicht unbedingt. Lemonaid und ChariTea sind nachhaltig und fair produzierte Getränke. Dahinter steckt ein kleines Start-up aus Hamburg. Boo Bektas hat an der Universität Duisburg-Essen (UDE) Kulturwirt studiert und arbeitet seit Mai 2014 bei Lemonaid Beverages im Außendienst. Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der UDE war sie vor kurzem auf ihrem alten Campus in Essen unterwegs und hat mir in einem Interview erzählt, was hinter der Idee von Lemonaid und ChariTea steckt.

IMG_8110Boo, was ist das Besondere an Lemonaid und ChariTea?
Die Zutaten unserer Limonaden und Eistees sind biologisch angebaut und stammen von Klein­bauern-Kooperativen aus aller Welt. So stammt z.B. unser Rooibos-Tee von der Kooperative „Heiveld“ aus Südafrika und unser Zucker von „Asocace“ aus Paraguay. Wir zahlen höhere Preise für die Rohwaren und unterstützen so eine gerechte, menschenwürdige Landwirtschaft. Mit den Fairtrade-Prämien können die Bauern vor Ort ihre Lebensbedingungen verbessern und gemeinnützige Projekte innerhalb ihrer Kommune umsetzen.

Wie stellt ihr denn sicher, dass das Geld auch wirklich bei den Richtigen ankommt?
Wir bereisen regelmäßig unsere Anbauregionen, denn wir wollen die Bauern und ihre Probleme genau kennenlernen und uns nicht ausschließlich auf internationale Gütesiegel und Zertifikate verlassen. Uns interessieren auch die Geschichten, die sich hinter unseren Zutaten verbergen.

Nicht schlecht! Die Geschichte eures Unternehmens ist ja auch eine sehr spannende. Habt ihr nicht mal ganz klein angefangen?
Ja, das stimmt. Im Winter 2008 haben die Gründer von Lemonaid – drei Jungs aus Hamburg – ihre al­ten Jobs an den Nagel gehängt und in ihrer Küche im Hamburger Ka­roviertel Limetten ausgepresst, Tee gebrüht, Rohrzucker gestampft, Freunde eingeladen und aufgetischt. So sind Lemonaid und ChariTea entstanden. Weil es dann aber in der privaten Küche irgendwann etwas eng wurde, haben sich die Gründer professionelle Unterstützung besorgt. Seit dem Sommer 2009 übernimmt ein kleiner Bio­betrieb in Süddeutschland das Abfüllen.

Erzähl doch malIMG_8117 etwas über die Produkte an sich. Welches Geschmackserlebnis erwartet mich, wenn ich eine Flasche Lemonaid kaufe?
Eigentlich ist es ganz simpel. Dich erwartet frischer Direktsaft, ein wenig Rohrzucker, Wasser – fertig. Die Limonaden sind wie hausgemacht, ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Du kannst dich zwischen den Sorten Limette, Blutorange und Maracuja entscheiden.

ChariTea ist frisch aufgebrühter Tee, der nicht mit Zucker gesüßt, sondern mit Agavendicksaft und Fruchtsäften verfeinert wird. Am besten einfach mal in die Cafete gehen und ausprobieren! Übrigens: Beim Kauf von Lemonaid oder Charitea kann man sogar einen kleinen Beitrag zu Entwicklungshilfe leisten.

Wie das?
Mit je­dem verkauften Produkt unterstützen wir den gemeinnützigen Lemonaid & ChariTea e.V.. Seit Januar 2010 wird der Verein mit 5 Cent pro verkaufter Flasche gesponsert. So kamen bislang mehr als 740.000 Euro zusam­men, die dem Verein für unterschiedliche Ent­wicklungshilfeprojekte zur Verfügung stehen.

Welche Projekte sind das zum Beispiel?
Alle Projekte werden vom Verein selbst ausgewählt und die Einrichtungen vor Ort besucht. Da die Menschen dort am besten wissen, an welcher Stelle Unterstützung am dringendsten gebraucht wird, wählt der Verein bei der Verteilung der Gelder bewusst kleine, lokale Organisationen und Initiativen aus. Übrigens: Jeder, der die Projekte unterstützen möchte, ist eingeladen mitzuhelfen!

Das Interview führte Johanne.

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