„International Stories“ – Episode 2

Lukas Makevičius (23) from Lithuania really likes to study in Germany, especially because of the kind and helping people he got to know in Essen. In the following interview he tells us about the experiences he made since he started to study Civil Engineering at the University of Duisburg-Essen.

Lukas_International StoriesWhy did you choose Germany for your studies?
Well, I would be lying if I’d say, that it wasn’t because of its brilliant reputation for technical studies. But this wasn’t the only reason I assure you. I also got a lot of encouragement from my family and support from my uncle and aunt, who are actually living here. So in the end, the idea of studying in Germany evolved into real action quite naturally.

How did you feel when you left your home country to study in Germany? How were the first few days for you? And how do you feel now?
I wasn’t someone who got his own freedom for the first time, because of moving out of his parents’ house. So you can imagine that I wasn’t experiencing euphoria when I was sitting in the driver’s seat and getting further away from my first 19 years. Anyway, this sort of feelings faded away pretty fast and I realized that I didn’t lose anything at all. There were just some changes, which also had many advantages. I took these advantages seriously and tried to use them as good as possible. I’m still sticking to that point of view and it makes me feel good.

How do you like your studies in Germany? Which positive and which negative experiences did you already make?
I’m really happy about my choice. I think that Civil Engineering is the right subject for me. I’m pretty sure that it wouldn’t be like that without the contribution from all these kind people of my university. I can’t really compare it with studies in other countries because that’s the first and the only university I’m studying at. As far as I know, study programmes at different universities and even the focuses are varying. But the ones we have are pretty convincing for me.
Anyways, I had a few surprises during my years in Essen. For example, a couple of years ago I got an official letter from the University of Duisburg-Essen on the Easter Day. Back then I was learning German at the local school of languages and was looking forward to my studies in a few months. I thought that it was a really nice gesture from the university, so I opened it and what I found was the Certificate of Exmatriculation. I thought that my studies in Germany would be over without a start, but it turned out to be a computer system failure, which didn’t check my semester payment. At least this experience kept me alive during Easter, which suits the religious part of it extremely well.

What is the biggest cultural difference between your home country and Germany?
It may sound a bit odd, but there is one difference, which causes both of those feelings for me. I really like how Germans are dedicating themselves to work, taking things serious and reaching their goals. I‘m still impressed by the economic miracle („Wirtschaftswunder“) that happend during the 1950s, which shows how much potential this nation has. But sometimes it seems that many Germans can’t get rid of this seriousness in their free time, building some rules for almost everything and following them.

What do you miss the most from your home country?
Apart from obvious things like family and friends I really miss my city, especially the Old Town of Vilnius. Its warm and honest architecture and noble history make me feel sentimental. I also miss some specialities like Lithuanian black bread and a few others.

Do you want to stay in Germany after you’ve finished your studies?
I’m really thinking of it considering the opportunities Germany offers. It would be nice to gain some experience here and see what happens next.

What would you miss the most from Germany?
It definitely wouldn’t be the central station of Duisburg. Again, I would say my new mates, that I met during these years in Germany.


Lukas Makevičius (23) aus Litauen studiert sehr gern in Deutschland, vor allem aufgrund der vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die er bereits kennengelernt hat. Im folgenden Interview erzählt er uns von seinen Erfahrungen als Student der Bauingenieurswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

Lukas_International StoriesWarum bist du für dein Studium nach Deutschland gekommen?
Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich nicht wegen der hervorragenden Reputation für technische Studiengänge nach Deutschland gekommen wäre. Aber das war nicht der einzige Grund. Ich habe außerdem viel Zuspruch von meiner Familie und viel Unterstützung von meinem Onkel und meiner Tante erhalten, die in Deutschland leben. Letztendlich ist die Idee, in Deutschland zu studieren, in einem ganz natürlichen Prozess Realität geworden.

Wie war es für dich, deine Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu kommen? Wie hast du dich in den ersten Tagen in Deutschland gefühlt? Und wie fühlst du dich jetzt?
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die zum ersten Mal ein Gefühl von Freiheit erleben, wenn sie aus ihrem Elternhaus ausziehen. So könnt ihr euch vielleicht vorstellen, dass ich nicht unbedingt von Euphorie erfüllt war, als ich im Auto saß und mich Stück für Stück von meinen vergangenen 19 Jahren fortbewegt habe. Dieses Gefühl verflüchtigte sich jedoch sehr schnell und ich realisierte, dass ich eigentlich gar nichts verlieren würde. Es gab nur einige Veränderungen, welche aber wiederum viele Vorteile mit sich brachten. Diese Vorteile nehme ich ernst und versuche sie so gut es geht zu nutzen. Ich halte an dieser Sichtweise nachwievor fest und das gibt mir ein gutes Gefühl.

Wie gefällt dir dein Studium in Deutschland? Welche positiven und welche negativen Erfahrungen hast du bisher hier gemacht?
Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Ich glaube mein Fach ist das Richtige für mich und ich glaube, dazu tragen vor allem die vielen freundlichen Menschen an der Uni bei. Ich kann die Universität nicht wirklich mit anderen Hochschulen vergleichen, da ich bisher nur hier studiert habe. Aber soviel ich weiß, variiert die Ausrichtung der Fächer an den verschiedenen Universitäten. Der Fokus meines Fakultät ist für mich bisher sehr überzeugend.
Ich habe in meiner Zeit in Essen allerdings auch einige Überraschungen erlebt. Vor einigen Jahren habe ich über Ostern einen offiziellen Brief von der Universität Duisburg-Essen erhalten. Zu dieser Zeit habe ich an einer Schule einen Deutschkurs besucht und freute mich schon sehr auf mein Studium, das einige Monate später beginnen sollte. Ich dachte zunächst, es wäre eine sehr schöne Geste der Universität, mir einen Brief zu Ostern zu schicken. Doch als ich das Schreiben öffnete, sah ich, dass es eine Exmatrikulationsbescheinigung enthielt. Ich dachte schon, mein Studium sei vorbei bevor es überhaupt begonnen hätte. Es stellte sich jedoch heraus, dass lediglich ein Fehler im System meine Zahlung des Semesterbeitrags nicht verbucht hatte. Wenigstens hielt mich dieses Erlebnis über Ostern lebendig, was ja ziemlich gut zum religiösen Inhalt dieses Feiertags passte.

Was ist in Deutschland anders als in deinem Land? Was gefällt dir oder was stört dich daran?
Das klingt vielleicht ein bisschen seltsam, aber da ist ein Unterschied, der mir einerseits gut und andererseits nicht so gut gefällt. Ich mag es, wie sich viele Deutsche ihrer Arbeit widmen, sie ernst nehmen und ihre Ziele erreichen. Ich bin nachwievor vom Wirtschaftswunder während der 1050er beeindruckt, welches zeigt, wie viel Potential Deutschland hat. Doch manchmal scheint es mir, dass viele ihre Ernsthaftigkeit in ihrer Freizeit nicht ablegen können und für fast alles Regeln schaffen und diese stets befolgen.

Was vermisst du besonders an deiner Heimat?
Neben ganz offensichtlichen Dingen, wie Freunden und Familie, vermisse ich meine Stadt, insbesondere die Altstadt von Vilnius. Ihre warme und ehrliche Architektur und edle Geschichte lassen mich ganz sentimental werden. Außerdem vermisse ich einige Spezialitäten, wie das typische Schwarzbrot aus Litauen und viele weitere Lebensmittel.

Möchtest du nach deinem Studium in Deutschland bleiben?
Ich denke ernsthaft darüber nach, vor allem wegen der vielen Möglichkeiten in Deutschland. Es wäre schön, noch mehr Erfahrung zu sammeln und zu schauen, was dann passiert.

Was würdest du an Deutschland am meisten vermissen?
Es wäre definitiv nicht der Duisburger Hauptbahnhof…
Ich würde meine neuen Freunde vermissen.

Das Interview führte Johanne.

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