Jobben in den Semesterferien

Endlich Semesterferien! Die Prüfungen sind geschafft, die Hausarbeiten abgegeben – jetzt ist Urlaub angesagt! Oder etwa nicht? Für viele Studierende ist die vorlesungsfreie Zeit nicht gleichbedeutend mit Ausschlafen, Chillen und Party bis zum Morgengrauen. Denn irgendwoher muss ja die Kohle für das WG-Zimmer, den Semesterbeitrag und das Mensa-Essen kommen. Für den Nebenjob gelten in der vorlesungsfreien Zeit gewisse Sonderregelungen, die es zu beachten gilt.

Im Sozialgesetzbuch ( § 8 Absatz 1, SGB IV) ist verankert, dass Studierende in den Semesterferien einen Vollzeitjob annehmen dürfen. Dieser wird nicht mit dem 450-Euro-Minijob, der während des Semesters ausgeübt wird, zusammengerechnet. Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde muss aber auch in den Semesterferien gezahlt werden.

Wie viel dürfen Studierende in den Semesterferien verdienen?

In den Semesterferien dürfen Studierende in Vollzeit arbeiten. In den meisten Fällen fällt der Beitrag zur Sozialversicherung weg, unabhängig von der Arbeitszeit und der Höhe des Einkommens. Allerdings muss der Job wirklich auf die vorlesungsfreie Zeit beschränkt sein. Studierende, die BAföG beziehen müssen vorsichtig sein und ihren genauen Verdienst im Auge behalten. Wenn das Einkommen 4.880 Euro im Bewilligungszeitraum überschreitet, wird es auf das BAföG angerechnet.

Zahlen Studierende Steuern?

Als Arbeitnehmer/in ist man steuerpflichtig. Für Studierende ergibt sich aber in der Regel keine Steuerbelastung, solange das Einkommen unter dem jährlichen Grundfreibetrag von 8.354 Euro bleibt. Die zunächst gezahlte Lohnsteuer erhält man später im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zurück.

Kranken- und Pflege- und Arbeitslosenversicherung

Als Student oder Studentin muss man grundsätzlich – unabhängig vom Job – in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sein. Bevor man mit einem Job beginnt, muss die Krankenkasse darüber informiert werden. Die Familienversicherung über die Eltern besteht nur bis zu einem Einkommen von monatlich maximal 405 Euro.

Auch wenn man in den Semesterferien mehr arbeitet, müssen keine (zusätzlichen) Beitrage für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung gezahlt werden. Es ist aber sehr wichtig, die bereits genannten Verdiensthöchstgrenzen zu beachten!

In Bezug auf die Rentenversicherung sind Studierende grundsätzlich versicherungsfrei, wenn das Arbeitsverhältnis auf längstens drei Monate bzw. 70 Arbeitstage im Jahr begrenzt ist.

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Jobben findet ihr beim Deutschen Studentenwerk oder in den Beratungsstellen des Studierendenwerks Essen-Duisburg.

Johanne

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