Cranger Kirmes – ein MUSS!

Selbst wenn man kein Kirmesgänger ist – in Crange wird man definitiv zu einem! Denn nicht nur die Größe überzeugt, nein, auch die liebenswerte Mentalität der Ruhrgebietsbewohner. Neben den obligatorischen Losverkäufern, dem Zuckerzeug und den Fahrgeschäften gibt es noch viele andere tolle Sachen in Crange zu entdecken.

Mein erster Besuch war mit sehr viel Skepsis verbunden, da ich zuvor eher ein Freizeitparkbesucher war. Dort bezahlt man schließlich nur einmal Eintritt und kann auf alle Attraktionen so oft und so viel man will. Bei meiner Ankunft, nach der halbstündigen Bahnreise, wurde man mit extra dafür eingerichteten Shuttlebussen durch Wanne-Eickel direkt zur Kirmes gefahren. Dort dominierte zunächst das Bild von vielen kleinen Markständen, die Hüte, Handyhüllen, LED-Lichter und Armbänder verkaufen. Wenn man sich jedoch weiter vor traut, ändert sich das Bild und die ersten kleineren Fahrgeschäfte und gebrannten Mandeln geraten in den Blick. Aber was mich als Zugezogene am meisten verwundert hat, waren die Gurkenstände. Dort gibt es diverse eingelegte Gurken zu kaufen, welche eine typische Ruhrgebiets-Kirmes-Speise sind und unbedingt probiert werden sollten.

Auch typisch für die Cranger Kirmes sind die vielen kleinen Hinterhof-Kneipen, die nur für dieses Volksfest erschlossen werden. In ihnen bekommt man, bei Gartenpartyatmosphäre, immer ein leckeres Getränk für den kleinen Geldbeutel. Viele Familien, die ihre Hinterhöfe und Gärten zu einer Kneipe umbauen, finanzieren sich ihre Urlaube mit dem Verkauf von Getränken. Das sollte man unterstützen!

Sobald man auf dem Kirmesplatz angelangt ist, wird man von der Größe, den Farben und der Lautstärke umgehauen. Mit über 50 Fahr- und Laufgeschäften und nochmal so vielen kleineren Schieß- und Spielbuden, zählt diese Ruhrgebietskirmes zu einer der größten in Deutschland. Innerhalb von elf Tagen kommen über vier Millionen Menschen, um bei diesem Spektakel mit dabei zu sein.

Einer meiner persönlichen Favoriten bei den Fahrgeschäften ist der Beachjumper. Neben der Fliehkraft wirkt auch noch ein Auf- und Ab auf einen ein. Das Ganze wird manchmal noch mit lustigen Spielen abgerundet: Alle bekommen einen Becher Wasser, welcher nur mit dem Mund gehalten werden darf und der bzw. diejenige, welche den vollsten Becher nach einer Runde hat, darf gratis noch eine Runde drehen.
Auch der Rotor, in dem man durch „Magie“ an der Wand kleben bleibt, während der Boden sich absenkt, macht immer wieder Spaß.

Für den großen und kleinen Hunger ist auf einer Kirmes Backfisch immer die beste Wahl. In Crange wird aber selbst das zu einem Erlebnis, denn es gibt eine leuchtturmförmige Backfischrutsche. Oben wird paniert und frittiert, dann erklingt eine Glocke und mehrere köstliche Backfische rutschen nach unten, wo diese an die hungrigen Besucher verkauft werden.
Für die Experimentierfreudigeren ist der Pferdefleischstand ein Muss. Dort erhält man nach alter Tradition Sauerbraten, Wurst und diverse andere Köstlichkeiten serviert. Natürlich alles aus Pferd, denn schon Oma wusste, das es so am Besten schmeckt!

Wenn ihr euch nun einen eigenen Eindruck von der Cranger Kirmes machen wollt, dann würde ich euch den Familientag am 13. August empfehlen, denn da haben die Fahrgeschäfte und Buden vergünstigte Preise.

Viel Spaß! #freumichso

Mira

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