Zeitmanagement im Studium

Studierende liegen den ganzen Tag auf der faulen Haut und feiern die Nächte durch – das ist ein weit verbreitetes und hartnäckiges Klischee. Dass dieses Bild nicht der Wahrheit entspricht, sollte allerdings jedem klar sein, spätestens seit der Bologna-Reform. Damit man sein Studium erfolgreich und zugleich entspannt meistern kann, ist ein gutes Zeitmanagement zwingend erforderlich. Dieser Artikel sammelt einige Tipps, die dabei helfen sollen, Studium und Freizeit unter einen Hut zu kriegen.

Prioritäten setzen:
Man muss seine Hobbies und sein Privatleben nicht aufgeben, um im Studium erfolgreich zu sein. Nur wer zufrieden und ausgeglichen ist, kann sich auch aufs Lernen konzentrieren und gute Leistungen erbringen. Aber natürlich muss man Prioritäten setzen. Ausgerechnet in der Prüfungsphase eine Woche am Stück auf einer Messe zu arbeiten oder Nachtschichten in einer Bar zu schieben, ist nicht so angebracht. Klar, Geld muss auch irgendwie verdient werden, aber nicht unbedingt kurz vor einer wichtigen Klausur. Deshalb ist es wichtig, im Voraus zu planen und in den entscheidenden Momenten die richtigen Prioritäten zu setzen.

Ein Schritt nach dem anderen:
Es entsteht ein totales Chaos, wenn man immer dann etwas erledigt, wenn es einem gerade in den Sinn kommt. So führt man manche Aufgaben nie richtig zu Ende, weil immer irgendetwas anderes dazwischen kommt. Oder die unwichtigen Dinge werden vor den wichtigen erledigt und am Ende bleibt keine Zeit mehr. Am besten ist es, sich einen Wochenplan zu schreiben. Dafür setzt man sich am Montag (oder Sonntagabend) hin und überlegt sich die Ziele für die kommende Woche. Dabei ist es wichtig, auch langfristige Deadlines im Auge zu behalten und abschätzen zu können, wie lange man insgesamt z.B. für eine Hausarbeit benötigt. Ein kleiner Tipp: Mir hat es immer geholfen, nicht zu viele verschiedene Aufgaben auf einen Tag zu legen. Es ist besser, sich am Stück auf eine konkrete Sache zu konzentrieren, dann kann man sie am Ende des Tages abhaken und zufrieden sein. Sonst entsteht das Gefühl, nichts geschafft zu haben.

Zeitpuffer einplanen:
Manchmal (oder meistens?) läuft nicht alles wie geschmiert: Ein wichtiger Termin oder ein Motivationstief kommen dazwischen und schon ist der schöne Zeitplan hinfällig. Deswegen ist es wichtig, auch Puffer einzubauen und ein bisschen Luft für Freizeitaktivitäten und unvorhergesehene Schwierigkeiten zu lassen. Ein Lernplan sollte wenn möglich nicht auf Kante genäht sein, sondern mindestens(!) einen Tag vor Abgabe der Hausarbeit oder vor dem Klausurtermin Luft lassen.

Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit:
In der Arbeitswelt wird in letzter Zeit viel von der sogenannten Work-Life-Balance gesprochen. Diese sollte es auch im Studium geben. Ohne Ruhephasen, in denen man abschalten und Energie tanken kann, ist wirkliche Produktivität nicht möglich. Selbst wenn es gerade mal richtig stressig ist und die Zeit davonläuft, können kleine Pausen von fünf bis zehn Minuten wahre Wunder wirken. Wie wäre es mit einer kleinen Belohnung nach jedem Lern-Intervall, z.B. nach jedem gelesenen Kapitel? So hält man seine Motivation aufrecht und ist auch insgesamt schneller mit dem Lernen fertig.

Sich selbst kennenlernen:
Jeder Mensch hat einen bestimmten Biorhythmus. Wir erreichen unser Leistungshoch alle zu verschiedenen Tageszeiten. Es ist wichtig, herauszufinden, ob man ein Tag- oder ein Nachmensch ist. Morgenmenschen sollten früh aufstehen, direkt mit der Arbeit beginnen und Freizeitaktivitäten in den Abend hineinverlagern. Ist man ein Nachtmensch, wäre es sinnvoll, den Kellnerjob  aufzugeben und stattdessen die Nachtstunden für die Bachelorarbeit zu nutzen.

Unterstützung suchen:
Zum Thema Zeitmanagement gibt es zahlreiche Kurse an der Uni oder in Volkshochschulen. Wer zunehmend mit Prokrastination zu kämpfen hat, sollte sich auf jeden Fall coachen lassen oder sich an die Beratungsstelle des Studierendenwerks wenden.

P.S. Das Semester geht ja bald erst los. Aber macht nicht den Fehler, die erste Hälfte des Semesters gar nichts zu machen und am Ende total in Panik zu geraten. Wer von Beginn an konstant etwas tut, lebt definitiv stressfreier. 😉

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