„International Stories“ – Episode 6

„Goals are dreams with legs“. This saying brings to the point, why Lejla Dedic decided to study in Germany. Since 2014 the 19-years-old girl from Bosnia-Herzegovina studies Political Science at the University of Duisburg-Essen. In Duisburg, Lejla says, she can achieve her goals and live her dreams.

11944915_10207356671264395_1652837023_nWhy did you choose Germany for your studies?
I always knew that Germany would be the best choice for me to achieve my goals. Prosperity, safety and excellent conditions for studying are the attributes of this country. The German higher education is awesome! “Made in Germany” is a worldwide symbol for quality. Besides my family from Bosnia-Herzegovina and those who already lived in Germany were the biggest supporters for my decision to make my Bachelor degree in Germany. I just couldn’t say “no” to Germany…

How did you feel when you left your home country to study in Germany? How were the first few days for you? And how do you feel now?
Probably I will answer the same thing as every other international student. It hasn’t been easy to leave my home country. I left a whole part of my life behind me. But that was not the only hard thing. You have to be very resilient to get a visa and a resident permit.
It hasn’t been easy to come to Germany, but the whole stress and the effort were worth it. Already in my first days in Germany I’ve been very enthusiastic. The people, the culture, the system and the life in Germany reinforced me to integrate myself the fastest as possible into the society. After one year I can clearly say that I feel as a full member of the society.

How do you like your studies in Germany? Which positive and which negative experiences did you already make?
According to my studies I only made positive experiences. But as already mentioned, it hasn’t always been easy to come to Germany. I think Germany should facilitate the access because the country needs educated manpower.
In the foreigner’s registration office (Ausländerbehörde) I never felt welcome. Who wants to know why, should read the article “Der Albtraum ausländischer Studenten“ (“The nightmare of foreign students”).

Leijla DedicThe studies? That is a completely different story. I don’t lie, when I say, that this is what I always wanted. Theoretically I organize my studies like I want it. Thus I gain a lot of autonomy. Political Science is a very diverse course of studies. But I have the opportunity to specialize myself in a certain field. I’ve chosen International Relations. I am interested in everything that happens on the international level. All of this is possible because of the diversity of interesting courses at the University of Duisburg-Essen.

What is the biggest cultural difference between your home country and Germany?
The mentality. The German and the Bosnian mentality are to different worlds. I am from a country where the people live from day to day, where it is the most important thing, to have enough money in the pocket to drink coffee for hours. Now I live in a country where efficiency, work and order are important components of the daily life. It seems that this is the biggest difference I noticed up to now.

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Lejla with a friend in her hometown Sarajevo.

What do you miss the most from your home country?
Family, friends, the food… In Sarajevo I could organize my day like I wanted. In Germany everything is predefined. If you do not study, you work and the other way round. In Bosnia every day was like Friday.

Do you want to stay in Germany after you’ve finished your studies?
Doubtlessly yes. If I should get the chance, I would stay. Here my qualities and my knowledge are appreciated a lot.

What would you miss the most from Germany?
Nearly everything. But honestly, the most I would miss the nightlife. Study, work, party – in Germany I manage all of this. I would miss the independence and the freedom I got here.


„Ziele sind Träume mit Beinen.“ Dieser Satz bringt auf den Punkt, weshalb Lejla Dedic sich für ein Studium in Deutschland entschieden hat. Seit 2014 studiert die 19-Jährige aus Bosnien-Herzegowina Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen. In Duisburg, sagt Lejla, kann sie ihre Ziele verwirklichen und ihren Traum leben.

11944915_10207356671264395_1652837023_nWarum bist du für dein Studium nach Deutschland gekommen?
Um meine Ziele zu verwirklichen, war ich mir schon immer bewusst, dass Deutschland für mich die beste Option ist. Wohlstand, Sicherheit und gute Studienbedingungen sind die Merkmale dieses Landes. Die deutsche Hochschulbildung ist Weltklasse! “Made in Germany” ist weltweit ein Zeichen für Qualität. Außerdem waren meine Familie aus Bosnien-Herzegowina, sowie die, die in Deutschland leben, die größten Befürworter, dass ich in Deutschland mein Bachelor-Studium abschließe. Ich konnte einfach nicht „nein“ zu Deutschland sagen…

Wie war es für dich, deine Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu kommen? Wie hast du dich in den ersten Tagen in Deutschland gefühlt? Und wie fühlst du dich jetzt?
Wahrscheinlich werde ich jetzt dasselbe sagen wie jeder anderer ausländischer Student: Es war nicht leicht, mein Heimatland zu verlassen. Eine gesamte Lebensetappe habe ich hinter mir gelassen. Nicht nur das war schwer. Um ein Visum und die Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, muss man wirklich belastbar sein. Es war nicht leicht nach Deutschland zu kommen, aber der ganze Stress und der ganze Aufwand haben sich auf jeden Fall gelohnt. Bereits in den ersten Tagen in Deutschland habe ich alles mit voller Begeisterung begleitet. Die Menschen, die Kultur, das System, das Leben in Deutschland generell verstärkten immer mehr den Wunsch, sich so schnell wie möglich in die Gesellschaft zu integrieren. Nach einem Jahr kann ich klar und deutlich sagen, dass ich mich als ein Vollmietglied der Gesellschaft fühle.

Wie gefällt dir dein Studium in Deutschland? Welche positiven und welche negativen Erfahrungen hast du bisher hier gemacht?
Im Bezug auf das Studium habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Aber wie bereits erwähnt, es war nicht leicht nach Deutschland zu kommen. Da dieses Land Arbeitskräfte und ausgebildete Fachkräfte dringend benötigt, sollte man den Zugang generell erleichtern. Ich persönlich sehe mich in der Ausländerbehörde als nicht willkommen. Wer wissen möchte warum, kann sich den Artikel „Der Albtraum ausländischer Studenten“ durchlesen.

Das Studium? Das ist eine komplett andere Geschichte. Ich lüge nicht, wenn Leijla Dedicich sage, dass es genau das ist, was ich wollte. Theoretisch gesehen gestalte ich mein Studium selber. Dadurch gewinne ich an Selbstständigkeit. Politikwissenschaft als Studiengang ist sehr vielfältig, aber mein Studium bietet mir auch die Möglichkeit, mich auf ein konkretes Feld der Politik zu spezialisieren. Für mich sind das Internationale Beziehungen. Ich interessiere mich für alles, was auf der internationalen Ebene passiert. Das ermöglicht mir mein Studium an der Uni Duisburg-Essen durch die vielfältige Auswahl an interessanten Lehrveranstaltungen.

Was ist in Deutschland anders als in deinem Land? Was gefällt dir oder was stört dich daran?
Die Mentalität. Die deutsche und die bosnische Mentalität sind zwei verschiedene Welten. Ich komme aus einem Land, in dem man nur von Tag zu Tag denkt, wo es wichtig ist genügend Geld in der Tasche zu haben, sodass man stundelang Kaffee trinken kann. Auf der anderen Seite wohne ich jetzt in einem Land, wo Effizienz, Arbeit, Ordnung und Disziplin wichtiger Bestandteile des Alltags sind. Das ist wohl der größte Unterschied, den ich bis jetzt bemerkt habe.

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Lejla mit einem Freund in ihrer Heimatstadt Sarajevo.

Was vermisst du besonders an deiner Heimat?
Familie, Freunde, das Essen… In Sarajevo konnte ich meinen Tag gestalten, wie ich das will. In Deutschland ist alles vorgegeben: Wenn du nicht lernst, dann arbeitest du und umgekehrt. Jeder Tag in Bosnien war wie Freitag.

Möchtest du nach deinem Studium in Deutschland bleiben?
Zweifellos ja. Wenn ich die Chance dafür bekommen sollte, bleibe ich auch. Hier werden meine Qualitäten und mein Wissen hoch anerkannt.

Was würdest du an Deutschland am meisten vermissen?
Fast alles, aber ehrlich gesagt, am meisten würde ich das gute Nachtleben vermissen. Studieren, arbeiten, feiern, das schaffe ich alles locker hier. Die Selbstständigkeit und Freiheit, die ich hier erworben habe, würden mir sehr fehlen.

Das Interview führte Johanne.

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