„International Stories“ – Episode 7

Yanqun Shi (21) wants to work as an interpreter. Therefore she left her beloved home country China and her big family to study German and French in Germany. In the following interview she tells us how comfortable she feels at the University of Duisburg-Essen. Although Yanqun Shi studies in her first semester, her German is almost perfect.

traditionelle TrachterWhy did you choose Germany for your studies?
In China I already studied German in school. My teacher told me a lot about the German culture, the landscape and the food. I’ve got a fascination for this country. I think that if you want to learn another language, you have to visit the country at least one time. It is my dream to work as an interpreter. I think that I have a bigger chance on the Chinese and German job market when I study the German culture.

How did you feel when you left your home country to study in Germany? How were the first few days for you? And how do you feel now?
I’ve already been used to be far away from my hometown. I went to school in another city and I lived there in a student residence. At that time I only came home semiannual. Before I came to Germany I thought that only the distance between my home and me would become bigger. But I forgot that Europe is a completely different world.

When I came out of the plane in Germany it has been dark already. Because of the time difference of seven hours I’ve been really tired. And it has been much colder than in my hometown. The people were talking so fast and so different than it was explained in my books. I couldn’t understand anything. I didn’t know how to buy a ticket nor how to drive by bus or buy food. I didn’t know anything. I felt like a baby. Further I had some problems with my appartment. I missed my family and I just wanted to go home.

Now I think my life in Germany is very cool. My language got better and I know more about Germany. The people here are all so nice. The sky is so blue. And I like the German culture. Everything is great! Now I am less homesick.

How do you like your studies in Germany? Which positive and which negative experiences did you already make?
I have passed the DSH exams and now my studies begin. But life is not only about studying. It is also about parties, hobbies, traveling etc. I get to now students from various countries and I gain cultural competence. That’s nice.
Up to now I only made positive experiences. The language is the biggest problem. Sometimes I don’t understand the teachers, but that is not a real problem.
But I must say, it isn’t easy to prolong the residence permit. It needs a lot of time and you have to fulfill a lot of requirements.

What is the biggest cultural difference between your home country and Germany?
Germany is totally different than China, for example the economic and social status, the food, the accommodations and the traffic. In China students live in student residences, but four people in one room. Curriculums ain Heidelbergre made by the university. I think that Germany is more about individualism and China is more about collectivism.
Germany and China are very different cultures. Sometimes I have a culture shock, but that doesn’t bother me.
I can adapt myself.

What do you miss the most from your home country?
My big family – we are 18 people! In the last three months arrived two more little members, but I haven’t seen them up to now. And some of my friends married. There are so many changes that I don’t see with my own eyes. That makes me sad.
And I miss the food. I can make a lot of chinese dishes by myself, but the taste is different.

Do you want to stay in Germany after you’ve finished your studies?
I want to work in Germany for two or three years. But afterwards I want to go back to China. I like the atmosphere in Germany, but my family is in China. After my graduation I want to live with them. And I love my hometown. I want to make a contribution to my city.

What would you miss the most from Germany?
Everything. The experiences I made in Germany will always stay in my head. Especially the friends that I got to now here. That is the best part of my time in Germany.
And the semester ticket, the nice public transport, the fresh air, gummy bears, knuckles, milk, bread, sausage…


 

Yanqun Shi (21) möchte Dolmetscherin werden. Deshalb hat sie ihre geliebte Heimat China und ihre 18-köpfige Familie verlassen, um in Deutschland Germanistik und Französisch zu studieren. Wie wohl sie sich an der Universität Duisburg-Essen fühlt, berichtet sie uns im folgenden Interview. Obwohl Yanqun Shi im 1. Fachsemester studiert, ist ihr Deutsch fast fehlerfrei.

traditionelle TrachterWarum bist du für dein Studium nach Deutschland gekommen?
Ich habe in China schon Deutsch gelernt, mein Deutschlehrer hat mir viel über die Kultur, die Landschaft und auch Essen und Trinken in Deutschland erzählt. Das Land fasziniert mich. Und ich denke, wenn man eine Fremdsprache lernen möchte, muss man auch einmal in das Land reisen.
Es ist mein Traum Dolmetscherin zu werden. Ich glaube, wenn ich als eine Ausländerin die deutsche Kultur studiere, habe ich größere Chance auf dem Arbeitsmarkt zwischen Deutschland und China.

Wie war es für dich, deine Heimat zu verlassen und nach Deutschland zu kommen? Wie hast du dich in den ersten Tagen in Deutschland gefühlt? Und wie fühlst du dich jetzt?
Ich war schon daran gewöhnt, meine Heimatstadt zu verlassen. Bereits als Schülerin ging ich in einer anderen Stadt zur Schule und wohnte im Wohnheim. Damals kam ich halbjährlich zurück nach Hause. Bevor ich nach Deutschland gegangen bin, dachte ich, dass es nur bedeuten würde, dass die Entfernung zwischen meiner Familie und mir größer wird und ich nur einmal im Jahr zurück nach China gehen kann. Aber ich habe vergessen, dass ich nach Europa gehe – das ist eine ganz andere Welt.

Als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, war es schon Abend. Wegen des Zeitunterschieds von sieben Stunden war ich sehr müde. Und es war viel kälter als in meiner Heimatstadt. Alle Leute sprachen so schnell und ganz anders als in meinem Lehrbuch. Ich konnte nichts verstehen. Ich wusste nicht, wie man ein Ticket kauft und mit dem Bus fährt, wo ich Essen bekommen kann. Ich wusste nichts. Ich habe mich wie ein Baby gefühlt. Und es gab noch einige Probleme mit meiner Wohnung… Ich habe meine Familie vermisst und wollte einfach nur nach Hause.

Jetzt finde ich mein Leben in Deutschland mega cool. Meine Sprache ist schon besser. Ich weiß mehr über Deutschland. Die Leute hier sind alle so nett. Der Himmel ist immer so blau. Die Kultur finde ich auch so schön. Alles ist super! Ich habe jetzt weniger Heimweh.

Wie gefällt dir dein Studium in Deutschland? Welche positiven und welche negativen Erfahrungen hast du bisher hier gemacht?
Ich habe die DSH Prüfung bestanden und jetzt beginnt mein Studium. Aber in meinem Leben gibt es nicht nur das Studium, sondern auch Partys, Hobbys, Reisen etc. Ich kann Studenten aus verschiedenen Ländern kennenlernen und auch interkulturelle Kenntnisse sammeln. Das ist schön.
Bisher habe ich hauptsächlich positive Erfahrungen gemacht. Die Sprache ist für mich das größte Problem und ich kann manchmal die Lehrer nicht verstehen. Aber das ist nicht schlimm.

Ich muss ehrlich sagen, es ist wirklich nicht einfach, eine Aufenthaltserlaubnis zu verlängern. Es dauert sehr lange und man muss viele Voraussetzungen erfüllen.

Was ist in Deutschland anders als in deinem Land?
Deutschland ist ganz anders als China, vom ökonomischen Status, sozialen Status bis zum Essen, zum Wohnen und zum Verkehr. In China wohnen Studenten im Studentenwohnheim zu viert in einem Zimmer. Studienpläne so wie Stundenpläne werden von der Universität entschieden. Ich finde in Deutschland ist mehr Individualismus und in meinem Heimatland ist mehr Kollektivismus.
Deutschland und China sind sehr verschiedene Kulturen, manchmal habe ich Kulturschock, aber das stört mich nicht. Ich kann mich anpassen.

Was vermisst du besonders an deiner Heimat?
Meine große Familie, wir sind 18 Leute! In den letzten drei Monaten sind zwei neue Mitglieder zu unserer Familie dazugekommen, aber ich habe sie noch nicht gesehen. Und auch einige Freunde von mir haben geheiratet. Es gibt so viele Veränderungen, die ich nicht mitbekomme, das finde ich wirklich schade.
Und auch das Essen vermisse ich sehr. in HeidelbergIch kann auch viele chinesische Gerichte selber machen, aber der Geschmack ist ein bisschen anders.

Möchtest du nach deinem Studium in Deutschland bleiben?
Ich möchte zunächst eine Arbeit in Deutschland suchen, für zwei oder drei Jahre. Danach will ich nach China zurückkehren.
Die Atmosphäre in Deutschland gefällt mir sehr, aber meine Familie ist noch in China. Nach dem Abschluss möchte ich die Chance haben, mit ihnen zusammenzubleiben. Und ich liebe meine Heimatstadt, ich möchte einen Beitrag für meine Heimatstadt leisten.

Was würdest du an Deutschland am meisten vermissen?
Alles. Die Erfahrungen in Deutschland werden immer in meinem Kopf bleiben. Besonders die Freunde, die ich in Deutschland kennengelernt habe. Das ist der schönste Teil an meiner Zeit in Deutschland.
Und auch das Semesterticket, die schönen Verkehrsmittel, die frische Luft. Und auch Gummibären, Haxen, Milch, Brot, Wurst…

Das Interview führte Johanne.

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