Ein Trip zu den Weihnachtsmärkten in NRW

„Nächste Station Köln Hauptbahnhof. Ausstieg in Fahrtrichtung rechts“ – eine beispielhafte Reise zu den sehenswertesten und am entspanntesten zu erreichenden Weihnachtsmärkten in unserem schönen Nordrhein-Westfalen.

Selbstverständlich verstecken sich landein landauf beinahe überall malerische Weihnachts- und Adventsmärkte, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Hier die nordrheinwestfälischen Topseller. Aber allein mit der Regionalbahn 1 ist es möglich, die Big 8 davon bequem und ohne großen Aufwand zu besuchen.

Die Reisevorbereitung:
Für diese Reise beWeihnachtsmarktnötigt Ihr lediglich Euer heiß geliebtes NRW-Semesterticket und festes Schuhwerk. Es ist weder die Mitnahme Eures Reisepasses noch eine Auffrischung der letzten Tollwut- oder Malaria-Impfung zwingend notwendig. Ferner geht die empfohlene Gepäckgröße nicht über die Maße eines handelsüblichen Rucksackes oder Handtasche hinaus. Beachtet zudem stets, dass die Anatomie der Tasche niemanden zum Hineingreifen verleitet (Euer Portemonnaie mit dem Ticket benötigt Ihr dringend für die Rückreise). Im Ballungsraum Nordrhein-Westfalens ist des Weiteren kein Währungstausch von Nöten. Die Euch bekannten Währungen – das gewinnende Lächeln und der uns vertraute Euro – sind nach wie vor überall zulänglich, auch wenn man Euch in altertümlichem Gewand gekleidet dazu auffordert, den Weihnachtsmet mit drei Talern zu bezahlen.

Die Wahl des Reiseziels:
Entlang der Nah- und Fernverkehrsstrecken innerhalb unseres wunderschönen Bundeslandes befinden sich zahlreiche Möglichkeiten, einfach mal auszusteigen und sich in den unterschiedlichsten Umgebungen eine Runde über den dortigen Weihnachtsmarkt treiben zu lassen. Alleine der Regionalexpress 1 bringt Euch von Dortmund über Bochum, Essen, Mülheim, Duisburg und Düsseldorf bis hin nach Köln und Aachen. (Denkt auch daran, werktags ab 19:00 und ganztägig an den Wochenenden jemanden im VRR-Gebiet auf Eurem Ticket mitzunehmen. Damit könnt Ihr nicht nur Freunden und Bekannten eiWeihnachtsmarkt6 @svenjane kleine Freude machen.) Die Neugierigen erwählen am besten eine noch unbekannte Stadt, die Gewohnheitstiere sind ohnehin nicht zu belehren und den Abenteurern unter Euch empfehle ich: nichts wie rein in den RE1 und hop on, hop off. Ihr könnt einen Tag lang einfach mal so viele Städte besuchen und deren Weihnachtsaufgebot testen, bis Ihr entweder die Nase voll habt oder der letzte Glühweinstand seine Tore geschlossen hat. Den ganzen Sapß gibt es natürlich auch auf veganer Basis, es kommt wirklich jeder auf seine Kosten.

Studis mit latenter Bahnphobie oder genereller Reiseaversion empfehle ich die nahe gelegenen Märkte: Beispielsweise den Weihnachtsmarkt am Centro Oberhausen, den Hugenpoeter Nikolausmarkt in Essen Kettwig oder einfach den in Eurem jeweiligen Stadtteil.

Zeitpunkt des Reiseantritts:
Dieser sollte klug gewählt sein. Ihr wollt sicherlich nicht gleichzeitig mit einem halben Dutzend voll beladener Reisebusse aus angrenzenden Bundesländern oder dem befreundeten Ausland ankommen und euch dann mühsam durch wabernde Menschenmassen kämpfen, die keinerlei Rücksicht auf Verluste, heiße Getränke, fettige Snacks und oder deine neuen Wildlederschuhe nehmen. Nutzt also die Privilegien des Studierenden, fahrt zu unkonventionelleren Zeiten als der gemeine Abend- und Wochenend-Besucher. Da es ohnehin schon nachmittags dunkel wird, dürfte dies auch der Gemütlichkeit keinen Abbruch tun.

Der Moment der Ankunft:
Weihnachtsmarkt2 @svenjaOft muss man gar nicht mehr tun, als den jeweiligen Hauptbahnhof zu verlassen und schon ist man in das erhoffte Winterwunderland versetzt. Als Erstes seht Ihr die Lichter. Es ist wohl viel eher ein Lichtermeer. Alles glänzt und leuchtet, es gibt kaum einen Quadratmeter, der nicht mit Tannenzweigen, Christbaumkugeln oder Kunstschnee verziert Eure Blicke auf sich zu ziehen versucht. Euch weht eine duftende Mixtur aus Herzhaftem, Süßem und vor allem frittiertem Herzhaften und Süßen entgegen, während ein heiteres Stimmengewirr, versetzt mit seichten musikalischen Glöckchenklängen, an Eure Ohren dringt und Euch gen Stände lockt.

Der Zeitpunkt der Abreise:
In einem Moment der Andacht und des guten Vorsatzes hattet Ihr Euch fest vorgenommen, nach Geschenken für Eure Liebsten Ausschau zu halten. Dieser fromme Gedanke hat natürlich auch bis zum zweiten Glühweinstand Eure Schritte geleitet, danach war das Interesse aber irgendwie in einer heißen Wolke aus aromatischem Gewürzwein verpufft und wart nicht mehr gesehen. Deswegen müsst Ihr Euch aber keine Vorwürfe und vor allem keinen Stress machen, schließlich haben die meisten größeren Weihnachtsmärkte ihre Pforten bis kurz vor Heiligabend geöffnWeihnachtsmarkt1 @svenjaet und zur Not – wer kennt es nicht – gibt es dann ja noch den 23.12., an dem Ihr immer noch panisch in die Innenstadt rennen und 90 Prozent der bis dahin erfolgreich aufgeschobenen Weihnachtseinkäufe erledigen könnt.

Viel Spaß den Weihnachts-Verrückten unter Euch! Und vielen Dank, dass tatsächlich wieder Glühwein in den Cafeterien angeboten wird, das nenne ich mal kurze Wege!

Svenja

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