Wenn schon keine Schneeflocken fallen, dann doch wenigstens die Benzinpreise

Gestern war es soweit. Ich traute meinen Augen kaum. Auf der Anzeige der Tankstelle meines Vertrauens standen beim Dieselpreis nur noch zwei große Zahlen – 99.

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt so niedrige Benzinpreise gesehen habe. Es ist schon bemerkenswert, denn nach Wochen im Rekordhoch kam diese Wende für die meisten von uns doch überraschend. Ist das eine milde Gabe des Staates in der Vorweihnachtszeit? Nein, natürlich nicht, denn wer die Medien verfolgt hat, der wusste, dass die Entscheidung der OPEC in der vergangenen Woche, die Fördermenge nicht zu drosseln, Grund für den weiteren Ölpreis-Verfall ist. Nun ist der Ölpreis auf dem tiefsten Stand seit fast sieben Jahren angekommen. Ein Barrel kostete in London weniger als 40 Dollar. Im Radio hörte ich dann, dass der Preis für Rohöl auf den Weltmärkten in den letzten anderthalb Jahren sogar um mehr als 60 Prozent gesunken ist.

Tankstelle von Leuna-Benzin Copyright Bundesarchiv
Bundesarchiv_Bild_111-098-075,_Leuna-Tankstelle.jpg

Warum sich das dann jetzt erst so plakativ bemerkbar macht, bietet Raum für Spekulationen. Denn nicht immer wirkt sich der niedrigere Ölpreis auch auf den tatsächlichen Spritpreis aus. Der Benzinpreis an den Tankstellen scheint nämlich ein sehr sensibles Thema zu sein, das nicht nur Börsen-schwankungen unterliegt.

In den vielen Jahren, in denen ich mein Geld für den schnellen Transport von A nach B „verflüssigen“ durfte, habe ich nämlich beobachtet, dass montags morgens das Tanken überhaupt nicht infrage kommt, da es dann immer viel zu teuer ist. Vormittags auf dem Weg zur Arbeit habe ich es inzwischen auch aufgegeben zu tanken, denn da kostet das Benzin immer mindestens 6 – 8 Cent pro Liter mehr als am Abend. Der späte Nachmittag, also der Rückweg von der getanen Arbeit, ist eine preislich betrachtet gute Zeit, nur kostet das Geldsparen dann wieder mehr Zeit, denn mit der Idee das günstigere Benzin zu kaufen, stehe ich um diese Uhrzeit leider nicht alleine da. Für echte Pfennigfuchser gibt es ja auch noch Seiten, die die günstigen Tankstellen deiner Stadt anzeigen.

Aber lohnt es sich wirklich für zwei Cent Ersparnis pro Liter fünf Kilometer hin und wieder fünf Kilometer zurück zu fahren? Und wer sagt mir, dass der Preis auch noch gilt, wenn ich angekommen bin?

Das meiste spart man sowFullSizeRenderieso, wenn man das Auto mal stehen lässt und stattdessen mit dem Hund über die Felder geht. Kann auch jetzt im milden Winter ganz schön schön sein.

Gastbeitrag von Petra Karst

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