Was sich für Studis 2016 ändert

In diesem Jahr warten nicht nur die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, die Fußball-EM in Frankreich, die Präsidentschaftswahlen in den USA und der 70. Geburtstag NRWs auf uns, sondern auch viele Neuerungen für Verbraucher. Einige davon sind für Studierende wichtig zu beachten.

IMG_3620BAföG-Erhöhung im Wintersemester 2016/2017
Good news: Ab dem Wintersemester gibt es 7 % mehr BAföG für Studierende. Der Förderungshöchstsatz wird dann bei 735 Euro liegen (bisher: 670 €). Der Regelbedarf für Studis, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, steigt auf 649 Euro (bisher: 597 € ). Wohnt man noch Zuhause, gibt’s den Regelbedarf von 451 Euro (bisher: 422 € ). Die detaillierten Bedarfssätze könnt ihr beim Deutschen Studentenwerk einsehen.
Zusätzlich steigen die Freibeträge für das Einkommen der Eltern bzw. Ehepartner ebenso um 7 %. Hier die genauen Zahlen. Auch ihr selbst dürft euch ab August 2016 mehr dazuverdienen. Der monatliche Höchstsatz steigt von 400 auf 450 Euro und für euer eigenes Vermögen gilt künftig ein Freibetrag von 7.500 Euro (vorher: 5.200 €).
Neben den Erhöhungen der Förder- und Freibeträge gibt es noch zwei weitere Änderungen: Erstens erhöht sich der Vorschuss, den das BAföG-Amt an die Antragsteller zahlt, zweitens ist der Leistungsnachweis ab August 2016 erst nach dem 4. Fachsemester erforderlich. Lest dazu auch diesen Artikel.

Mehr Kindergeld
Wenn ihr das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht habt, erhalten eure Eltern ab diesem Jahr zwei Euro mehr Kindergeld für euch. Für das erste und zweite Kind gibt es dann je 190 Euro im Monat, für das dritte Kind 196 Euro und für das vierte und jedes weitere 221 Euro.

Mehr Unterhalt für Trennungskinder
Trennungskinder eGeld1rhalten ab sofort mehr Unterhalt von den unterhaltspflichtigen Elternteilen. Nach der Düsseldorfer Tabelle steigt der Mindestunterhalt für ein Kind bis sechs Jahre von 328 auf 335 Euro. Für Kinder bis zwölf müssen 384 statt 376 Euro gezahlt werden. Für Kinder bis 18 soll es 450 statt 440 Euro geben. Volljährige Kinder erhalten 516 statt 504 Euro. Für Studierende wird der Betrag an den neuen BAföG-Höchstsatz angepasst, also 735 Euro.

Mehr Geld für die Krankenkassen
2016 steigen für Arbeitnehmer die Beitragssätze für die Krankenversicherung. Dies betrifft euch, wenn ihr nicht mehr über die Familienversicherung eurer Eltern versichert seid (in der Regel ist dies ab dem 25. Lebensjahr der Fall) oder sowieso monatlich mehr verdient als 450 Euro. Weitere Infos zur studentischen Krankenversicherung findet ihr hier.

Erhöhung des Brief-Portos
Falls ihr nicht sowieso alles nur noch über Email macht und noch ganz oldschool Briefe per Post verschickt, wird euch diese Info ärgern: Der Versand eines Standardbriefs kostet ab sofort 70 Cent (bisher: 62 Cent). Naja, wenigstens ist es jetzt ein runder Betrag. Briefe an eure Erasmus-Freunde im Ausland kosten jetzt 90 statt 80 Cent.

download4Telefonieren in der EU wird günstiger
Endlich: Telefonieren und Surfen im Ausland wird günstiger! Ab diesem Frühjahr dürfen Telefonate aus dem EU-Ausland nach Deutschland nur noch 5 Cent pro Minute mehr als im Inland kosten. Bei SMS zwei Cent. Für jedes Megabyte Datenvolumen dürfen höchstens fünf Cent mehr berechnet werden. Im Sommer 2017 wird’s dann noch besser: Dann darf es keine zusätzlichen Gebühren fürs Telefonieren und Surfen im EU-Ausland mehr geben.

Kostenloses W-Lan im ICE
Ich weiß, der gemeine Studi fährt eher Regio als ICE, aber falls ihr euch mal was gönnen wollt… Im Laufe des Jahres will die Deutsche Bahn in den ICE-Waggons 1. und 2. Klasse kostenloses W-Lan anbieten. Ob das funktioniert?

IBAN-Pflicht
Also ich persönlich finde das ganz schrecklich: Ab dem 1. Februar 2016 kann man für Bankgeschäfte nur noch IBAN und BIC verwenden, nicht mehr wie bislang alternativ die Kontonummer und Bankleitzahl. Die Übergangsbestimmungen für die Sepa-Verordnung laufen leider aus. Könnt ihr euch diese 22-stellige IBAN-Nummer merken?

download7Termine beim Facharzt
Wer kennt das nicht? Man fühlt sich sterbenskrank, kriegt beim Facharzt den nächsten Termin aber erst wieder in einem halben Jahr. What?! Das soll sich ab dem 23. Januar 2016 ändern. Ab diesem Stichtag sollen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Patienten dabei helfen, einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Und das innerhalb von einer Woche. Die Wartezeit darf vier Wochen nicht überschreiten.

Elektroschrott: Rückgabe beim Händler
Zuhause noch ein altes Handy herumliegen? Der Toaster aus der WG ist gemeingefährlich, denn er stammt aus dem vorletzten Jahrhundert? Dann ab damit zum nächstgelegenen Elektrohändler. Ab diesem Jahr sind Geschäfte ab 400 qm Ladenfläche dazu verpflichtet, Elektrogeräte anzunehmen. Große Geräte (ab 25 cm Kantenlänge), wie z.B. Fernseher jedoch nur, wenn der Kunde ein gleichwertiges neues Gerät kauft.

Noch offene Fragen? Bei der Verbraucherzentrale könnt ihr euch weiter informieren.

Habe ich etwas vergessen? Dann kommentiert gerne unter diesem Artikel!

Johanne

2 Gedanken zu “Was sich für Studis 2016 ändert

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