Meine erste Woche in New Jersey

Nun bin ich schon fast eine ganze Woche in New Jersey an der Rutgers University of New Brunswick und habe das Gefühl, die Zeit ist nur so dahingeflogen. Beim „Beschatten“ meiner amerikanischen Kollegen im Financial Aid Office habe ich schon unglaublich viel gelernt – mein Stundenplan war von morgens um 9:00 bis nachmittags um 17:00 Uhr komplett ausgefüllt. Nochmal zu Erinnerung: Mein Name ist Peter Keitmeier und ich arbeite als BAföG-Sachbearbeiter seit vier Jahren beim Studierendenwerk Essen-Duisburg. Ich habe das Glück, an einem International Job Shadowing Programm teilnehmen zu können. 14 Tage lang lerne ich die Struktur und Arbeitsweise der „Student Affairs“ in den USA kennen.

IMG_9549Am Samstag, den 13. Februar bin ich um 18:00 Uhr Ortszeit am Newark Airport in New Jersey gelandet. Als ich aus dem Flugzeug stieg, wurde ich erst mal schockgefrostet. Es waren 14°C unter null! Deshalb war ich total froh, dass man mich mit dem Auto vom Flughafen abgeholt und zu meiner Unterkunft am Campus gefahren hat. Dort konnte ich mich von der langen Reise erholen und mich auch am nächsten Tag am Campus akklimatisieren. An die Zeitverschiebung von sechs Stunden musste ich mich erst mal gewöhnen.

Campus Newark
Bei meiner Ankunft war es sehr kalt.

Am Montag hat es sehr stark geschneit, doch da ich so sehr mit all den neuen Eindrücken beschäftigt war, habe ich vom Wetter und der Umgebung gar nicht viel mitbekommen. Der erste Tag war zunächst vom allgemeinen Kennenlernen geprägt. Mir wurden die Büros des Financial Aid Offices gezeigt, die Kolleginnen und Kollegen vorgestellt und ich durfte mehrere Abteilungsleiter der Student Affairs kennenlernen.

Die folgenden Tage liefen ähnlich ab. Ich habe ein Meeting nach dem anderen durchlaufen. Die Universität und die einzelnen Abteilungen sind einfach unglaublich – es ist alles viel größer als bei uns in Deutschland.

In diesem Gebäude bin ich untergebracht.
In diesem Gebäude bin ich untergebracht.

Die Rutgers University ist sogar die größte Uni im Bundesstaat New Jersey. Die in vier Campi aufgeteilte Uni befindet sich in den Städten New Brunswick und Piscataway. Zwei etwas kleinere Campi liegen in  Camden und in Newark. Studierende können zwischen mehr als 100 Bachelor-Programmen, 100 Master-Studiengängen und rund 80 Promotionsprogrammen wählen. Die Rutgers University gehört zu den besten staatlichen Universitäten der gesamten USA und ist Mitglied der Association of American Universitys, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Unis. Hier bin icRutgers_TSUNJ_1000x1000x3ch also gelandet.

Es ist ja allgemein bekannt, dass es eine teure Angelegenheit ist, in den USA zu studieren. Die meisten amerikanischen Eltern legen meistens schon bei der Geburt ihrer Kinder ein Sparkonto für die Ausbildung an. Hier kostet ein Studienjahr mit Unterkunft ca. 29.000 $. Es wird aber auch vielfältige Unterstützung zur Finanzierung des Studiums angeboten. Die Rutgers University hat dafür das Office for Financial Aid, wo ich zurzeit hospitiere. Als Basisfinanzierung gibt es hier den Federal Student Aid. Dieser ist in der Antragstellung ähnlich aufgebaut wie unser Antrag auf Ausbildungsförderung. Auch die Berechnung ist mit unserem BAföG  vergleichbar. Allerdings deckt diese Finanzierung nur zu einem kleinen Teil die Kosten. Aufbauend darauf gibt es zahlreiche andere Unterstützungsmöglichkeiten. Dazu zählen Stipendien und Darlehen, die entweder vom Staat oder privaten Anbietern vergeben werden und auch die Unis selbst bieten einige Kredite sowie Stipendien oder Gebührenerlasse an. Die Studierenden hier verbinden oft mehrere Finanzierungsmöglichkeiten miteinander, um alle Kosten decken zu können.

Das Office for FinanciStudent Center Newarkal Aid berät auch wie das Studierendenwerk bei uns zu finanziellen Fragen oder zum Thema Jobben neben dem Studium.

Am Wochenende werde ich New York einen Besuch abstatten und freue mich schon riesig darauf. Mittlerweile sind die Temperaturen um über 25 Grad auf +14 °C gestiegen. Verrückte Welt hier in den USA!

Gastbeitrag von Peter Keitmeier

2 Gedanken zu “Meine erste Woche in New Jersey

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