Lust auf Kochen? – Das Studierendenwerk Essen-Duisburg bildet aus

Vorlesungsende für heute: Da regt sich der Hunger! Jetzt noch schnell in die Mensa, bevor sie schließt … So geht es vielen Studis. Wenn wir uns nicht gerade darüber beschweren, dass die Mensen nicht 24 Stunden am Tag geöffnet haben oder einige Experten unter uns die Öffnungszeiten so gar nicht mit ihren Wachphasen vereinbaren können, sitzen wir doch eigentlich immer gesättigt, gestärkt und glücklich vor unseren leeren Tellern und nutzen den Moment, um mal etwas Kraft zu tanken und durchzuatmen.

Da bietet sich das moderne Ambiente der Hauptmensa Essen, nachdem sich diese im Jahre 2012 einigen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen unterziehen musste, wunderbar an. Hier hat man mal nicht sooo extrem das IMG_9669Gefühl, im Uni-Alltag ausschließlich zwischen Tür und Angel essen zu müssen. Im besten Falle auch nicht immer nur Käsestullen oder Pommes. Zum Glück gibt’s da ein vielfältiges und abwechslungsreiches Angebot!

Doch was wir uns oft nicht klarmachen: Hinter unseren mit Vor-, Haupt- und Nachspeise vollgepackten Tabletts steckt eine Menge Arbeit. Denn weder das Salat- oder Dessertbuffet, noch die vegetarisch/vegane Theke, die Grillstation oder eine der Wok-, Pizza- oder Pastatheken bestücken sich von allein. Dahinter verbergen sich zahlreiche Arbeitsschritte, geschulte Hände und eine Menge an Organisation und Logistik.

Damit Studierende und Mitarbeiter/innen der Uni Duisburg-Essen immer mit schmackhaften und frischen Speisen versorgt sind und die Qualität niemals nachlässt, bietet das Studierendenwerk Essen-Duisburg jungen Leuten die Möglichkeit, sich in den Hallen der Mensaküche zum Koch oder zur Köchin ausbilden zu lassen.

IMG_9724Ich hatte das Glück, mich mit den beiden Essener Auszubildenden im dritten und letzten Lehrjahr – Yasin und Max – auf eine Reise durch Speisesaal, Großküche und Lagerräume begeben zu dürfen. Hygienisch-modisch eingepackt in weißem Kittel, schicker Haube und Schuhüberziehern konnte ich einen Blick in die riesigen Kochtöpfe und Kühlkammern werfen (keine Sorge, ich habe nirgends reingehustet). Im Vergleich zur heimischen Studi-Küche waren die Dimensionen einfach unglaublich. Manch einer mit 17-Quadratmeter-Bude würde sich wohl schon allein beim Anblick der IMG_9703Fleisch-Kühlkammer überlegen, ob er nicht hier viel königlicher residieren könnte (von ausgesprochen guter Klimatisierung und kurzen Wegen zur Essensausgabe der Mensa mal ganz abgesehen). Außerdem würde der ein oder andere Kochbehälter sicher auch in sanitären Kontexten als Gemeinschaftsbadewanne oder dergleichen Verwendung finden – wirklich beeindruckend.

Auch die Arbeitsanforderungen an die Auszubildenden sind nicht gering. Im Zuge einer umfangreichen Ausbildung werden Yasin und Max nicht nur im Kochen geschult. Von Sauberkeits- und Hygienevorschriften über betriebswirtschaftliches Wissen bis hin zur Kunde verschiedenster Lebensmittel und Verarbeitungsabläufe wird in der dreijährigen Ausbildung so einiges auf theoretischer und praktischer Ebene vermittelt.

Ihr typischer Arbeitstag (neben dem Aufenthalt in der Schule), ist nichts für Langschläfer, Faule und Hobbyköche mit schwachen Nerven:

6:45 Uhr: Arbeitsbeginn. Es wird sich eingelesen, umgezogen und schon geht es los.

7:00 Uhr: Vorbereitung der kalten Speisen für die Cafeterien, damit zur Öffnung um 7:30 Uhr alles frisch und schön bereit steht.

8:00 Uhr: Schon jetzt beginnen die Vorbereitungen für den Mensabetrieb am Mittag.

IMG_971311:00-14:30 Uhr: Bei ständig wechselndem Angebot und einer unüberschaubaren Menge zu stopfender Mäuler, die im Minutentakt in der Hauptmensa aufschlagen, ist das Treiben in der Großküche mehr als geschäftig.

15:00/16:00 Uhr: Bis nicht jeder aus der ausgehungerten Studi- und Mitarbeitermeute versorgt wurde, wird hier weder der Kochlöffel noch der Putzschwamm weggelegt. Zusätzlich muss am Ende des Tages die gesamte Küche einschließlich der Maschinen und der Lagerräume wieder blitzblank und bereit für den nächsten Tag sein. Dann beginnt der Reigen von Neuem.

Insgesamt bietet sich den Auszubildenden also ein breites Arbeitsfeld. Besonders stechen natürlich Aktionen wie „Azubis kochen ihre Lieblingsgerichte“ hervor. Einmal im Jahr wird von den Jungköchen des Studierendenwerks jeweils ein eigenes Menü entwickelt und umgesetzt – und wir dürfen’s dann probieren. Auch sind Yasin und Max schon gespannt auf den diesjährigen Kochwettbewerb zwischen den Studierendenwerken NRW’s. Mitte März treten die beiden in einem einwöchigen Wettbewerb in Siegen gegen den Kochnachwuchs aus anderen Städten an.

Ich bedanke mich für exklusive und spannende Einblicke hinter die Kulissen der Hauptmensa Essen – jetzt freue ich mich noch ein wenig mehr auf die kommenden Wochen, wenn man zwischen zähen Arbeitsstunden in der Bibliothek einen delikaten Lichtblick in Form eines Mensabesuches am Horizont des Studi-Alltags aufflackern sieht.

PS: Als nächstes möchten wir Euch Einblick in einen weiteren Ausbildungsberuf hier im Studierendenwerk Essen-Duisburg geben. Bald erfahrt Ihr mehr …

Svenja

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