Ausbildung zur Bürokauffrau beim Studierendenwerk Essen-Duisburg

Immer wieder bin ich von der Zielstrebigkeit junger Schüler und Schülerinnen beeindruckt, die im Alter von 15 oder 16 Jahren entscheiden (müssen), welchen Weg sie in beruflicher Hinsicht einschlagen wollen, auf welchen Zug sie mit gezwungenermaßen wenig Lebenserfahrung aufspringen wollen. Wir sprechen hier von jungen Leuten, die an dieser Stelle ihres Leben schon erstaunlich gut einschätzen können, was sie in den kommenden Jahren von der Berufswelt zu erwarten haben und vor allem, was die Berufswelt von ihnen erwartet. So jetzt auch bei Leonie.

Leonie ist eine von sechs Auszubildenden bei uns im Studierendenwerk Essen-Duisburg. Im letzten der drei Ausbildungsjahre steht ihr nun in Kürze – im Alter von 19 Jahren – die Abschlussprüfung bevor. Was Leonie die Ausbildung beim Arbeitgeber Studierendenwerk bisher gebracht hat und was sie sich für die Zukunft wünscht, hat sie uns vorige Woche erzählt.

Leonie, wie kam es dazu, dass Du zum Studierendenwerk Essen-Duisburg gefunden hast?
Also als damals die Berufsberatung der Agentur für Arbeit an meine Schule kam, habe ich mich einfach mal in Richtung „Bürojob“ orientiert und informiert. Auch der Berufsweg meiner Mutter hat mich bei meiner Wahl beeinflusst. Da fiel die Entscheidung auf die Ausbildung zur Bürokauffrau. Daraufhin habe ich mich natürlich erst einmal ganz klassisch bei ein paar Unternehmen beworben und habe auch vom Studierendenwerk Essen-Duisburg eine Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch bekommen. Da habe ich mich auch direkt wohl und gut aufgehoben gefühlt.

Wie gestaltet sich Dein Arbeitsalltag?
Im Grunde habe ich in den letzten drei Jahren eine kleine Rundreise durch das Unternehmen gemacht. Ich durfte regelmäßig die Abteilungen wechseln, habe also immer wieder ein neues Arbeits- und Aufgabenfeld kennenlernen können. So konnte ich viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Es wurde also recht selten langweilig.

Und zusätzlich zum normalen Arbeitstag, der für mich so gegen 07:15 Uhr startet und mal mehr oder weniger früh am späten Nachmittag endet, habe ich an anderthalb Tagen in der Woche Schule. Da belege ich mit anderen Auszubildenden in meiner Fachrichtung Kurse wie BWL, Deutsch, Textverarbeitung und dergleichen. Wir lernen die schriftliche und mündliche Kommunikation innerhalb von Unternehmen und die Kommunikation nach außen, lernen Abläufe innerhalb der Buchhaltung und so weiter.

Hast Du denn innerhalb der kennengelernten Abteilungen einen persönlichen Favoriten?
Also generell habe ich im Grunde jeden Abteilungswechsel erst einmal genossen, da es immer wieder spannend war und damit immer neue Herausforderungen kamen. Ich konnte also schon recht früh Verantwortung übernehmen und fand es im Nachhinein auch lehrreich, mal „ins kalte Wasser“ geschmissen zu werden. Besonders spannend war meine Zeit in der Wohnheimverwaltung. Der Austausch mit den Studierenden hat mir ganz besonders viel Spaß gemacht. Besonders mit denen aus dem Ausland. Denn auch wenn ich im Gespräch mit den ausländischen Studis nicht das perfekteste Englisch spreche, konnte man sich letzten Endes doch immer irgendwie über Mietverträge, Wartezeiten und andere Fragen und Probleme verständigen.

Wo siehst Du persönlich Verbesserungsbedarf innerhalb Deiner Ausbildung?
Ganz besonders gern hätte ich in der Schule das Englische vertieft. Schließlich ist das hier im Studierendenwerk neben Deutsch die gängigste Sprache. Bessere Englischkenntnisse hätten mir besonders im Austausch mit den internationalen Studierenden sicherlich ein besseres bzw. sichereres Gefühl gegeben. Aber so habe ich mir einfach vieles selbst beigebracht und bin dann im Nachhinein auch stolz auf mich.

Wie wird denn mit Euren Anliegen und Problemen umgegangen? Und wie gestaltet sich der Kontakt zu den anderen Auszubildenden im Haus?
Bei Problemen oder Fragen können wir immer Hilfe und Unterstützung bei unserem jeweiligen Ausbilder oder unserer Ausbilderin oder dem Jugend- und Auszubildendenvertreter bekommen. Die sind in so einer Art Mentor-Funktion für uns da.

Mit den anderen Azubis hat man im Arbeitsalltag nicht immer täglich zu tun. Man sieht sich natürlich im Unterricht, vielleicht auch mal privat. Aber spätestens dann beim alljährlichen Azubi-Tag. Da kommen wir alle zusammen und können etwas unternehmen – ob ins Schwimmbad gehen oder in den Freizeitpark. Ansonsten tauscht man sich viel mit den ehemaligen Auszubildenden aus, die hier beim Studierendenwerk nach ihrem Ausbildungs-Abschluss übernommen wurden. Von ihnen kriegt man meist gute Tipps.

Was ist das wichtigste, das du aus Deiner Ausbildung mitnimmst?
Also neben den fachlicher Dingen, bin ich wohl durch das früher Arbeiten reifer, also im Grunde schneller erwachsen geworden. Ich habe recht früh Geld verdient und mich relativ unabhängig machen können. Außerdem übernimmt man schneller Verantwortung. Das ist für mich das Beste daran.

Was möchtest Du nach Deiner Ausbildung gern machen?
Erst einmal möchte ich meine Abschlussprüfung gut bestehen. Das ist für mich jetzt das Wichtigste. Denn da entscheidet sich für mich, was danach beruflich so passiert. Erstmal wird jetzt ordentlich gelernt.

 

In diesem Sinne wünschen wir Dir und allen Auszubildenden im dritten Lehrjahr eine erfolgreiche Prüfungsphase und ich bedanke mich für den Einblick in Deine Arbeitswelt.

Svenja

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