Master-Studium? Wieso, weshalb, warum? – alles was Du wissen musst

In der Master-Frage gibt es einen entscheidenden Faktor, mit dem alles steht und fällt: Dich. Was möchtest Du später tun und welchen akademischen Grad brauchst Du dafür?

Die transnationale Hochschulreform, die wir als Bologna-Prozess kennen, hat das Ziel, Studiengänge und Studienabschlüsse auf nationaler und internationaler Ebene zu koordinieren, aufeinander abzustimmen und anzupassen, sodass internationale Mobilität für Studis gewährleistet werden kann. Der Bachelor ist dabei die Grundlage, der Master so etwas wie die Kür. Hier können Themenfelder vertieft oder neue Universen erschlossen werden. Die Bewertung erfolgt durch ECTS, das European Credit Transfer System.

Sicher kennst Du das für und wieder rund um Bologna, doch spielt es an der Stelle keine Rolle mehr, an der Du dich mit der Entscheidung „Master ja oder Master nein“ konfrontiert siehst.

index6

Basics

Unabhängig davon, ob Du schon einen festen Plan verfolgst oder noch keinen wirklichen Berufswunsch ausgeprägt hast, fest steht: Nicht immer ist ein Masterstudium der Schlüssel zum Erfolg. Hilfreich ist, mal nachzuhorchen, wie jemand an seinen Job gekommen ist. Also: Was wurde studiert? Waren Praktika nötig? usw.

Was interessiert Dich und was brauchst Du?
Fakt ist, ein Master ist immer gern gesehen, nur nicht immer sinnvoll. Wenn Du Dir sicher bist, durch einen Master Deine Einstellungschancen verbessern, Dein Gehalt steigern und Dein Fachwissen mehren zu können, dann ist Dir definitiv zu einem vertiefenden Studium in Form des Masters geraten. Wenn Du jedoch noch keinen exakten Fahrplan in Deine berufliche Zukunft ausgearbeitet hast, dann könntest Du beispielsweise mittels Praktika oder Berufserfahrung im In- und Ausland Deinen Horizont erweitern (Stichwort „Gap Year„). Denn Du solltest Dir relativ sicher sein, wo die Reise für Dich hingehen soll, bevor Du ein Masterstudium beginnst.

Was also immer hilft: vergleichsweise klare berufliche Vorstellungen, Praxiserfahrung, Arbeitsnachweise und ein gutes Netzwerk.

Finetuning

Wohin soll’s gehen?
Im Dschungel der „M.Sc.„, „M.A.“ und „LL.M.„’s ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Hinzu kommen nicht wenige, sondern über 400 Hochschulen allein innerhalb Deutschlands. Das Studienangebot ist dementsprechend riesig und vielfältig.

Möchtest Du Deinen Master an der Uni machen, an der du schon den Bachelor absolviert hast? Oder möchtest Du raus in die Welt? Hier spielen diverse Faktoren eine Rolle:
Recherchiere gründlich, welche Uni Dir genau das bietet, was du brauchst! Da ist es mit der Lektüre der Masterrankings nicht getan. Denn – Prestige hin oder her – wenn der Numerus clausus viel zu hoch ist, Dein liebstes Fach gar nicht angeboten wird oder Du Dir keinen Umzug leisten kannst, dann ist auch die renommierteste Uni in der schönsten Stadt der Welt kein passender Studienort.

#Info1: Wichtig ist also primär WAS Du studierst, nicht WO Du es tust!
#Info2: Die meisten Universitäten bevorzugen die Studis, die bei Ihnen schon den ersten Abschluss gemacht haben.
#Info3: Neben Finanzspritzen wie Stipendien und Bafög, gibt es preiswerte Möglichkeiten zu wohnen wie Wohnheime und WG sowie Studi-Jobs und sogar Studi-Job-Vermittler.

Start

Ist die Entscheidung dann endlich getroffen, die Fächer-Kombi erstellt und die Uni erwählt, steht das mitunter Wichtigste an: Deine Bewerbung! Mindestens einen Monat vor Beginn der Bewerbungsphase solltest Du die benötigten Unterlagen zusammentragen. Das schützt vor organisatorischen Desastern bürokratischer Natur und hält Dein Stresslevel in einem gesunden Rahmen. Denn die Entscheidung für oder gegen einen Master ist nicht immer leicht und noch häufiger recht uneindeutig. Also versuche, diese Entscheidung auf Grundlage Deiner Wünsche und Fähigkeiten zu treffen – schließlich planst Du hiermit mindestens zwei Jahre Deines Lebens.

Und wenn Ihr nach reiflichen Überlegungen immer noch unsicher seid, wie Ihr Euch entscheiden sollt, dann trefft Ihr in den sozialen, psychologischen und internationalen Beratungsstellen des Studierendenwerks Essen-Duisburg immer auf offene Ohren, Erfahrung, Kompetenz und Verständnis. Denn manchmal bedarf es auch einer anderen Perspektive, um die eigenen Prioritäten und Ziele aus einem Wust an Gedanken und Sorgen herauszuarbeiten.

Ob nun „Master ja“, „Master nein“ oder „Master später mal“, ich wünsche Euch ganz viel Erfolg!

Svenja

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s