Hochschulsport an der UDE: 10 Fragen – 10 Antworten

10 Fragen an den Leiter des Hochschulsports an der Uni Duisburg-Essen – Jürgen Schmagold war so lieb, und hat uns einige Fragen beantwortet:

Was sind denn unter den Studierenden die beliebtesten Sportkurse? Gibt es da Unterschiede zwischen Essen und Duisburg? 

Die beliebtesten Kurse sind momentan eindeutig alle Variationen von Kampfsport. Also besonders die mit Fitness-Hintergrund. Da sind die Box-Kurse sowohl bei Frauen als auch bei Männern hoch im Kurs: Kickboxen, Thaiboxen, normales Boxen bis hin zum Sparring, box-1198688_1920wo man sich ja tatsächlich auf die Mappe haut. Auch sehr gefragt sind die Angebote aus dem Bereich der musikalischen Fitness: Zumba, Step-Aerobic und dergleichen. Da gibt es ja immer wieder neue Trends, auf die wir dann mit neuem Kursangebot reagieren. Bei den klassischen Sportarten gibt es von Volleyball über Basketball bis Badminton natürlich auch eine große Nachfrage unter den Studierenden – an beiden Standorten.

Nur leider haben wir auch Dinge, die wir nicht befriedigen können. Fußball beispielsweise. Da haben wir jedes Semester mindestens genauso viele Interessenten wie für das Boxen, aber leider stehen uns zum Beispiel in Duisburg so gut wie gar keine Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung und so müssen wir Kunstrasen von außerhalb anmieten, was natürlich sehr teuer ist, auch für die Teilnehmer. Es gibt also schon kleinere Unterschiede, aber das ist auch ganz normal.

Und wie groß ist generell die Nachfrage?

Also wir haben jetzt im Sommer insgesamt 8.000 belegte Kursplätze.

Ich habe mal einen Volleyball-Kurs für 0€ und einen Wasser-Aerobic-Kurs für 25€ besucht. Wie kommen denn die Kurs-Preise zustande?

Wir haben natürlich den Wunsch, dass für Studierende der Sport hier möglichst kostenlos ist. Da mussten wir aber die Erfahrung machen, dass sich erst einmal für viele Plätze eingetragen, aber dann nur zu wenigen tatsächlich auch hingegangen wird, sodass man sehr schlecht kalkulieren kann. Ein Kurs mit 20 Plätzen und einer Warteliste von nochmal 20 Plätzen wird dann am Ende von nur zehn Teilnehmern besucht und Andere sind

enttäuscht, dass sie keinen Platz bekommen haben. Also haben wir gesagt: So ganz kostenlos, wirklich Null Komma Null, soll es gar nicht mehr geben. Deswegen haben wir eine grundsätzliche Hürde von 5€ eingesetzt. Und dann hängt es natürlich davon ab, wie aufwendig der Kurs ist. Müssen also viele Geräte angeschafft, GEMA-Gebühren bezahlt oder besondere Kursleiter/innen gebucht werden, schlägt sich das natürlich auch auf den Kurspreis nieder.

Wer leitet denn dann die Kurse?

Neben dem externen Fachpersonal sind es überwiegend Studierende der Sportwissenschaften. Auch ehemalige Studierende arbeiten für uns. Hintergrund ist die Liebe zum Sport und dass sie ihren Sport weitertragen und auch weiter vertiefen möchten. Außerdem können sie hier Erfahrungen und auch Referenzen für ihr Berufsleben sammeln.

Welche Angebote gibt es vom USC (Universitäts-Sportclub) denn abseits der Kurse?

Wir haben sowohl in Essen als auch in Duisburg ein Fitness-Center. Und da die Nachfrage in Duisburg derzeit etwas größer ist, ist da auch ein bisschen mehr Action. Zwar hat sich unsere Fitness-Studio-Konkurrenz direkt am Campus positioniert und es gibt auch preislich keine großen Unterschiede, doch hören wir immer wieder, wie sehr unsere Mitglieder die Atmosphäre hier im USC fernab der reinen „Pumper“ genießen. Außerdem haben wir hier auch fachkundige Beratung in Sachen Gesundheit und Ernährung. Sogar Ehemalige und Studierende von anderen Unis im Ruhrgebiet können sich bei uns anmelden und hier trainieren.

Und wie ist die Vernetzung des USC auf nationaler und internationaler Ebene?

Wir bieten viele abwechslungsreiche Reise-Angebote im In- und Ausland an. Das gestaltet sich zwar in der Organisation oft schwierig, wird aber von den Studierenden gut angenommen und ist immer ein tolles Erlebnis. Und es hat sich ja auch viel getan in den vergangenen 30 Jahren. Jetzt gibt es mehr als den klassischen Ski-Kurs. Heute haben wir einen ganzen Reise-Katalog und versuchen uns auf wechselnde Nachfrage und Trends einzustellen und mit guten Angeboten zu reagieren. Also gibt’s Surfen auf Fuerteventura, Kletterreisen oder Drachenfliegen in Frankreich, Rennrad- oder Radfahren auf Mallorca, Aktivurlaub im Zillertal und und und.

Wie ist der Hochschulsport denn beim Firmenlauf vertreten?

fitness-1348867_1920Vor fünf sechs Jahren haben wir den Essener und den Duisburger Firmenlauf mit in unser Programm aufgenommen. Da sind allein im letzten Jahr 200 Teilnehmer über den Hochschulsport gestartet. Auch dieses Jahr ist die Nachfrage wieder sehr groß. Und es sind noch ein paar Plätze frei, für alle, die Spaß am Laufen haben! Beide Strecken haben ihren eigenen Reiz. In Duisburg erinnere ich mich an das Laufen durch die Innenstadt mit vielen Schaulustigen. Das ist wirklich ein Erlebnis. Und auch für den Duisburger Firmenlauf sind noch ein paar Plätze frei.
Wir freuen uns besonders darauf, bei solchen Ereignissen als starkes Team der Uni Duisburg-Essen aufzutreten und unterstützen jeden Sportler und jede Sportlerin.

Haben Sie denn noch Fitness-Tipps für den gestressten Studi?

Ach da gibt es natürlich recht viele Möglichkeiten. Sogar dann, wenn man sich nicht so gut auskennt und nichts „falsch“ machen möchte. Sportkurse haben da natürlich den Vorteil der Anleitung und Überwachung des Sports aber auch fernab des USC und anderer Clubs und Studios gibt es eine Vielzahl an Wegen, den eigenen Alltag etwas sportlicher zu gestalten:

  1. Fahrstühle und Rolltreppen meiden.
  2. Mit dem Fahrrad zur Uni oder zur Arbeit fahren.
  3. Generell auch kürzere Strecken zu Fuß gehen.

Das ist so die Basis. Generell sollten die Sporteinheiten schon über die 20-Minuten-Marke hinausgehen und ca. drei Mal wöchentlich durchgeführt werden. Im Fitness-Bereich sieht es dann anders aus. Da kann man natürlich noch viel mehr machen. Ob Ausdauer- oder Krafttraining betrieben wird, ist Geschmacksache. Bewegung ist aber definitiv nicht nur für den Körper, sondern auch für den Geist wichtig. Man kann Stress gezielt bekämpfen, Schlafstörungen reduzieren und seine Leistungsfähigkeit und Fitness verbessern. Das kann besonders im Uni-Alltag helfen. Bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen kann das Gespräch mit einem Fachmann oder einer Fachfrau Klarheit darüber verschaffen, welche Arten der Betätigung sich am besten eignen. Ansonsten ist das Credo: Ausprobieren! Es ist sicher für jeden was dabei. Auch frische Luft tut immer gut.

Und auch wenn die Pizza in den Mensen ziemlich lecker ist, sollte der gesundheitsbewusste Studi doch auch mal zu anderen Dingen greifen, richtig?

So ist es. Genau aus diesem Grund haben wir vom Hochschulsport mit dem Studierendenwerk Essen-Duisburg ein Ernährungskonzept ausgearbeitet – Study & Fit heißt es. Da wird täglich ein Menü vorgeschlagen, das gesund und gleichzeitig lecker ist. Und auch für zu Hause gilt:carrot-1085063_1920

  1. Frische Kost wie Obst, Gemüse, Salate.
  2. Fertigprodukte und viel Süßkram vermeiden.
  3. Abwechslungsreich ernähren.

Stressless-Day UDE – haben Sie da auch Ihre Finger im Spiel?

Aber selbstverständlich! Wir versuchen da sehr viel auch individuell zu beraten und Horizonte zu erweitern: Fitnessernährung, Entspannungsübungen und dergleichen mehr wird angeboten. Deswegen ist für kommenden Dienstag auch schon so gut wie jeder Platz belegt. Und vielleicht werden ja zum USC Open-Day noch ein paar Studierende neugierig, wir freuen uns schon sehr darauf!

Dann sage ich mal vielen Dank Herr Schmagold für den Einblick hinter die Kulissen des Hochschulsports hier an der Universität Duisburg-Essen und freue mich auf die anstehenden Events!

Svenja

P.S.: Achja, wie sich am kommenden Sonntag die Teilnehmer der Hochschulmeisterschaften in den Disziplinen Marathon und Halbmarathon schlagen, werde ich Euch noch berichten. #vivawestmarathon

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