7 Wochen – 7 Tipps: 1. Die perfekte Präsentation

Ihr habt mit Sprechangst und übermäßiger Nervosität in Präsentationen zu kämpfen? Das ist nicht unüblich, das ist sogar ganz natürlich und es gibt ein paar einfache Strategien, die Euch helfen, den souveränen Redner in Euch zu entdecken.

Welcher Studi kennt das nicht: Alle Augen sind auf Euch gerichtet, die Hände zittern, die Stimme ist brüchig, der Mund trocken und die Stirn schweißnass, während Ihr hektisch in Euren Karteikarten nach dem nächsten Satz sucht? Präsentationen sind für manche ein Segen, für die meisten aber ein Fluch. Dabei ist Eure Aufregung und Hibbeligkeit natürlich. Euer Körper versucht lediglich, Muskeln und Gehirn besser mit Sauerstoff zu versorgen. Das sind doch die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Präsentation:

  1. Weniger ist mehr:
    Es sind nicht die komplizierten Formulierungen und die mit diversen Fremdworten gespickten Sätze, die beeindrucken und Euch souverän und klug wirken lassen. Es ist der Moment, in dem Ihr mit eigenen Worten erklärt, Euer Wissen vermittelt und Eure Kommiliton/innen den Sachverhalt verstehen. Bedenkt auch bei der Gestaltung der Folien, dass sich durchschnittlich lediglich an 7% der Informationen erinnert wird. Also verliert Euch nicht in Details, Euer Publikum wird es Euch danken.
  2. Be yourself:
    Versteckt Euch nicht hinter Papierbögen oder Karteikarten. Zeigt Euer Gesicht, seid offen und schaut weder auf den Boden noch an die Wand, schaut Euren Freunden oder den Kommiliton/innen, die Ihr besonders mögt, ins Gesicht und erklärt Ihnen etwas, als würdet Ihr Ihnen bei einem Kaffee gegenübersitzen. Denn wenn Ihr die Materie selbst verstanden habt, braucht Ihr neben den Stichworten auf der Power-Point-Folie und kleineren Schlagwörtern im Notiz-Modus nichts anderes und vor allem keine vorgefertigten Sätze. Und versucht, nicht ZU ihnen sondern MIT ihnen zu sprechen. Ein dialogischer Austausch mit Fragen und Gegenfragen macht Euch nicht nur zum Sympathieträger erster Güte, jeans-1302269_1920sondern hält auch die anderen Studis vom Einschlafen oder Online-Shopping ab. (Tipp: Ihr könnt Euch zur Beruhigung eine Art „Spickzettel“ mit dem Roten Faden Eurer Präsentation in die Hosentasche stecken. Ihr werdet ihn aber sicher nicht brauchen.)
  3. Nobody’s perfect:
    Den Faden verlieren oder ein Stichwort vergessen? Das ist nicht so schlimm. Niemand weiß, was Ihr sagen wollt, niemand weiß, dass jetzt etwas fehlt. Bei vermeintlich wichtigem fällt Euch die Information ohnehin im Laufe der Präsentation wieder ein – denn Ihr habt Euch ja aus Respekt Euren Zuhörenden gegenüber wunderbar vorbereitet und eingelesen – sodass Ihr einfach einen kleinen Nachtrag einbauen könnt.
  4. Denkt an die Anderen:
    Es geht nicht um Eure Sorgen. Nicht darum, ob Eure Frisur schon einmal akkurater gesessen hat oder wie cool oder nicht cool Ihr gerade ankommt – das alles wird neutralisiert, wenn Ihr einzig und allein versucht, Euer Thema verständlich zu machen. Fragt offen nach, ob noch ein Beispiel angeführt oder ein Fachbegriff definiert werden soll. Das macht Euch nicht angreifbar, das macht Eure Präsentation erst sinnvoll und das macht sie zwangsläufig gut.
  5. Der Weg ist das Ziel:
    Nicht das schnellstmögliche Durchrasseln der Folien soll Eure Intention sein, eher das Vermitteln von Wissen, Ihr seid gerade die Experten, nutzt das.
  6. Freund statt Feind:
    Ihr müsst also keine Angst vor Rückfragen haben. Die wenigsten Kommiliton/innen wollen Euch etwas Böses, sie wollen lediglich verstehen. Also schreckt nicht zurück, niemand erwartet von Euch, dass Ihr ALLES wisst, lediglich, dass Ihr Euer Wissen auch mit denjenigen teilt, die Sachverhalt X innerhalb der Präsentation noch nicht ganz erfasst haben.

beamer-196951_1920Wenn Ihr also das nächste Mal mit vor Angst geweiteten Augen, wie ein Reh im Lichtkegel des herannahenden Autos, im gleißenden Licht des Beamers steht, dann denkt dran:

Ihr seid nicht allein und jeder muss da mal durch. Das weiß auch Euer Dozent und Eure Dozentin. Also viel Erfolg für die restliche Vorlesungszeit des Sommersemesters 2016.

Svenja

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