7 Wochen – 7 Tipps: 4. Zwischen Tür und Angel – Gelernt wird überall!

Die Prüfungsphase am Ende des Semesters ist für Euch jedes Mal der absolute Horror? Ihr müsst Euch tagelang unter selbstverordnete Lern-Quarantäne stellen, während andere entspannt am Badesee liegen? Vergesst es, denn diesmal wird alles anders, denn Leben und Lernen muss sich nicht ausschließen!

Vor dem Semester:

  • Überblick verschaffen: Welche Prüfungsleistungen müssen am Ende erbracht worden sein, macht Euch einen verbindlichen und realistischen Plan!
  • Gute Vorsätze: Legt für Euch selbst fest, wie oft Ihr im Semester bei Veranstaltungen HÖCHSTENS fehlen wollt und treibt für solche Fälle am besten schon frühzeitig jemanden auf,  der in solchen Fällen für Euch mitschreibt – selbstverständlich nicht ohne ihm oder ihr selbigen Gefallen zu tun, ist ja Ehrensache.
  • Wahl der Kurse: Welche Prüfungsleistung muss voraussichtlich wann in welchem Kurs erbracht werden? Informiert Euch im Voraus, Ihr wollt sicher keine bösen Überraschungen und am Ende sechs Klausuren in einer Woche schreiben müssen!
  • Interessen: Wählt thematisch möglichst etwas, dass Euch NICHT zu Tode langweilt. Das ist nicht nur im Semester angenehmer, es motiviert auch in der Prüfungsvorbereitung.
  • Die Lehrperson: Sucht Euch einen Prof, den Ihr kennst oder der einen „guten“ Ruf unter den Studierenden hat. Denn Ihr wollt nachher sicherlich nicht in einem Kurs gelandet sein, wo Ihr die fünffache Leistung für eine verhältnismäßig schlechte Note erbringen müsst. Das ist die halbe Miete zur Motivation! (Tipp: befragt „meinprof.de„, die Facebook-Gruppe Eures Studienfachs oder ältere Kommilitonen)

Im Semester:

  • Regelmäßgkeit: Vor allem ohne Anwesenheitspflicht und bei einem coolen Dozenten ist Vorsicht geboten. Denn auch solche, die einem die 1,0er nur so hinterherwerfen, müssen nicht unbedingt gute Wissensvermittler sein. Seht also zu, dass Ihr etwas lernt und das möglichst viel hängen bleibt. So müsst Ihr am Ende auch weniger Stoff lernen und habt auf lange Sicht auch etwas davon: Für’s Leben lernen wir und so, Ihr kennt das 😉
  • teenager-398355_1920Streber sein ist cool: Wenn Ihr versucht, so gut wie immer zu den Veranstaltungen hinzugehen, wirklich aufzupassen (Smartphone weg!) und mitzumachen, fallt Ihr positiv auf, man merkt sich ggf Euren Namen und der gute Eindruck, den Ihr gemacht habt, kann nachher das Zünglein an der Waage zur besseren Note sein oder es springt ein HiWi-Job beim Prof selbst heraus .. hat es alles schon gegeben! In jedem Fall ist dann aber nichts von der Liste prüfungsrelevanter Themen in der Lernphase neu für Euch, denn Ihr wart ja da und aufmerksam.

Vor der Prüfungspahse:

  • Frühzeitigkeit: Das rechtzeitiges Zusammentragen des Stoffes und die Bildung von Lern-Tandems ist das A und O: Im Austausch mit Leidensgenossen ist die Motivation höher und Ihr könnt Fragen klären und so eventuelle Wissensdefizite tilgen, die Euer Skript daheim nicht beantwortet hätte.
  • Ausmisten: Reichert Eure Mitschriften ggf. mit Literatur an und durchforstet sie dann: Vermeintlich Unwichtiges wird gekürzt, vermeintlich Wichtiges hervorgehoben! Macht Euch klar, dass Ihr später in der Prüfung später nicht ALLES wissen könnt und auch, dass nicht alles abgefragt werden kann! (Tipp: Der Blick in Altklausuren kann hinsichtlich der Art und Weise, wie das Wissen abgefragt wird, sehr erhellend sein!)
  • felt-tip-327623_1920Gestaltung: Welche visuelle Gestaltung ist für Euch persönlich am einfachsten zu überblicken? Farbige Markierungen, Informationen im Fließtext oder in Stichpunkten, handschriftlich oder ausgedruckt, etc.?
  • Endprodukt: Fasst alles so zusammen, dass Ihr am Ende einen Ordner oder Hefter habt, den Ihr überall hin mitnehmen könnt (und ja, ich meine wirklich überall!)
    Das Schicke an der ganzen Sache ist nun: Wo Eure Mit-Studis jetzt erst anfangen, Ihr Skripte auszugraben, habt Ihr schon mit Eurer bloßen Teilnahme und anschließender Aufbereitung indirekt gelernt. Glükwunsch dazu. 😉

In der Prüfungsphase:

  • Wo wird gelernt? Richtig, wirklich ÜBERALL! Geplante Zeitslots zum Lernen sind genauso wichtig wie das Füllen von zeitlichen „Leerläufen“ in Eurem Alltag.
  • bus-1263266_1920Klassiker: Anstatt sich lustige Katzenvideos bei Facebook anzuesehen oder sinnlos auf dem Smartphone herumzudaddeln, könnt Ihr Wartezeit super produktiv nutzen! Wann? Beim Warten auf die Bahn, beim Fahren mit der Bahn, im Wartezimmer, vor einer Vorlesung, beim Spinning im Fitnessstudio oder in einer Ecke des Gartens zu Oppas 80. Wie? Einfach fix den Lernzettel aus der Tasche gefischt und los geht’s!

Am Ende der Prüfungsphase:

  • Anti-Lern-Isolation: Haltet Ihr Euch grob an das beschriebene, habt Ihr am Ende auch nicht das Gefühl, ihr hättet Euch für die Zeit der Prüfungsvorbereitung tagelang komplett aus dem Leben herausgenommen, nein. Denn Ihr könnt ja immer wieder zwischendurch in Momenten lernen, in denen Ihr Euch sonst gelangweilt oder den Amazon-Warenkorb mit Unsinnigkeiten angereichert hättet.
  • Das gute Gefühl: Am Ende des Tages zu wissen, dass man nicht die gesamte Zeit stumpf hat lernen müssen und sogar ganz nebenbei ein Leben fernab des Schreibtisches hatte, motiviert sehr für den nächsten Tag.
  • Pausen: Habt also keine Panik, dass die nicht mit lernen verbrachte Zeit unnütz, ja sogar kontraproduktiv ist. Eure Gedanken sollten nicht jede Sekunde des Tages (und erst recht nicht der Nacht) um den Lernstoff drehen! Oft werden einem erst mit etwas geistigem Abstand zum Ganzen, die Zusammenhänge und Sachverhalte richtig klar, die Ihr mit dem Kopf zwischen Euren Lernzetteln so noch gar nicht wahrgenommen habt. Raus mit Euch ins Leben 😉

Umfassendes Verstehen und Reflektieren ist also wirklich alles. Das kann beim Sport, beim Kochen oder unter der Dusche genauso gut ablaufen, wie bei einem Bierchen mit dem besten Kumpel, der fragt, was Ihr da so fleißig lernt. (Tipp: Indem Ihr Anderen Euren Lernstoff mit eigenen Worten zu erklären versucht, fällt nicht gänzlich Verstandenes auf und Verstandenes festigt sich – probiert es mal!)

Svenja

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