Mehr BAföG ab Herbst 2016

Bereits seit 1971 unterstützt das BAföG Studierende finanziell bei ihrer Ausbildung. Wer BAföG erhält, kann sich in Ruhe seinem Studium widmen und muss sich weniger Sorgen um den Lebensunterhalt machen. Allein über das Studierendenwerk Essen-Duisburg erhielten im Jahr 2015 insgesamt 9.970 Studierende BAföG-Leistungen. Ab Oktober 2016 wird nun eine Reform des Gesetzes in Kraft treten: Sowohl die BAföG-Förderungssätze als auch die Freibeträge steigen um jeweils sieben Prozent. Was das konkret bedeutet, erfahrt Ihr hier.

JEE_151007_DSW-Berlin_0232Nach langem Stillstand hat die Bundesregierung im Jahr 2014 eine BAföG-Reform verabschiedet. Ab Oktober treten wichtige Änderungen in Kraft. Die Bedarfssätze werden zum Start des Wintersemesters 2016/17 generell um sieben Prozent angehoben. Bei den Eltern wohnende Studierende erhalten aktuell noch eine Maximalförderung  von 495 Euro, die sich ab Oktober auf 537 Euro erhöhen wird. Außerhalb wohnende Studierende können sich ab Herbst sogar auf bis zu 735 Euro statt der bisherigen 670 Euro freuen. Auch für Studierende mit Kind gibt’s Verbesserungen: Ab Herbst erhalten diese für jedes Kind einen pauschalen Zuschlag von 130 Euro. Bislang konnten Eltern nur mit monatlich 113 Euro für das erste und 85 Euro für jedes weitere Kind rechnen.

Erhöhung der Freibeträge um 7 Prozent

Bislang erhielten nur rund 20 Prozent der im Zuständigkeitsbereich des Studierendenwerks Essen-Duisburg eingeschriebenen Studierenden BAföG. Das kann sich nun ändern. Denn mit der Reform steigen auch die Einkommensfreibeträge um sieben Prozent. Mit Freibeträgen sind die Einkommen der Studierenden und ihrer Eltern gemeint, welche auf das BAföG angerechnet werden. Die Freibeträge vom Einkommen miteinander verheirateter Eltern erhöhen sich von aktuell 1.605 Euro auf 1.715 Euro. Bei nicht miteinander verheirateten Eltern oder den Ehegatten bzw. Lebenspartnern der Studierenden bleiben künftig 1.145 Euro anrechnungsfrei. Der Freibtrag für eigenes Vermögen erhöht sich von aktuell 5.200 Euro auf 7.500 Euro.

Außerdem dürfen Studierende ab Herbst monatlich 450 Euro monatlich hinzuverdienen, nicht mehr nur 400 Euro. Weihnachtsgeld und Sonderzahlungen sind hierbei miteinzubeziehen.

BAföG-Zahlung ohne Unterbrechung

BAföG wird immer für einen Bewilligungszeitraum von 12 Monaten gezahlt. Studierende, die bereits BAföG bekommen, müssen einmal im Jahr einen Wiederholungsantrag stellen. Dieser muss für das kommende Wintersemester bis spätestens zwei Monate vor Semesterstart beim Amt für Ausbildungsförderung eingegangen sein, damit das Geld ohne Unterbrechnung gezahlt werden kann. Wer die Frist versäumt, muss mit Wartezeiten rechnen. Weitere Infos zum Wiederholungsantrag haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Jetzt Antrag stellen!

Studierenden wird empfohlen, den BAföG-Antrag online unter www.bafoeg-online.nrw.de auszufüllen. Anschließend muss er ausgedruckt und unterschrieben und dann – zusammen mit allen notwendigen Unterlagen !!! –  rechtzeitig an das BAföG-Amt des Studierendenwerks geschickt werden. Eine postalische Übersendung oder die Übersendung des kompletten, unterschriebenen Antrags per Fax oder eingescannter PDF-Datei an das BAföG-Amt ist weiterhin leider notwendig. Der Online-Antrag hat den Vorteil. dass alle Angaben hier direkt auf Plausibiliät geprüft werdJEE_151009_DSW-Berlin_0938en und eine Liste mit allen erforderlichen Unterlagen erstellt wird. Es ist extrem wichtig, dass Ihr die Unterlagen vollständig einreicht, denn sonst dauert es für das BAföG-Amt viel länger den Antrag zu bearbeiten. Bei Fragen könnt Ihr Euch jederzeit an das Amt wenden. Jede/r Antragssteller/in hat abhängig vom Anfangsbuchstaben des Nachnamens eine/n eigenen/n Sachbearbeiter/in.

Wenn die Zeit knapp ist ….

BAföG wird ab dem Monat gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde. Wenn Ihr gerade noch in der Bewerbungsphase für einen Studienplatz steckt und noch nicht sagen könnt, wohin es Euch verschlägt, könnt Ihr auch noch kurz vor Studienbeginn einen formlosen Antrag zur Wahrung der Frist stellen. Relevant ist nämlich das Eingangsdatum. Die vollständigen Antragsformulare und Bescheinigungen müsst Ihr dann aber trotzdem so schnell wie möglich nachreichen, denn nur wenn alle Dokumente vorliegen, kann das Geld fließen.

Bei Fragen und Zweifeln könnt Ihr in die Beratungszeiten des BAföG-Amtes nutzen! Kleiner Tipp: Ab dem 20. Juli 2016 geben wir Euch auf Facebook, Instagram und Twitter jeden Mittwoch einen wichtigen Hinweis zum BAföG.

Johanne

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