Unser Smartphone – Wie verlässlich ist es?

Dieses Gerät ist wirklich ein Allrounder und nicht nur im Studi-Alltag wahnsinnig praktisch: Schnell mal die Sprechstunde des Dozenten gecheckt und dann doch lieber eine flotte Mail geschickt (das geht alles über die MyUDE-App), nebenbei das Wetter auf Ibiza recherchiert und einen Flug gebucht. Da ruft auch noch die Oma an und Du kannst ihr binnen einer Minute sagen, welcher Teekocher das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat. Ach und was gibt’s eigentlich heute in der Mensa zu essen? Die Welt der Smartphone-Funktionen und Apps und der Zugriff auf eine Masse an Informationen im World Wide Web sind schier beeindruckend. Es ist mittlerweile Teil unseres Alltags und erst wenn unser Akku schlappmacht oder man das Smartphone irgendwo vergessen hat, fällt uns auf, dass wir mittlerweile kaum noch ohne können.

smartphone-569076_1920Diejenigen, die kein Smartphone haben und auch keines wollen, laufen durch eine Welt voller Menschen, deren Gesichter einem Bildschirm zugewandt oder teils auch gänzlich dahinter verschwunden sind, während ihre Finger emsig tippen und swipen. Dieser verhältnismäßig hohe Grad unserer Abhängigkeit von diesem Gerät – einerseits im Bezug auf Verlust und Datenschutz, andererseits im Bezug auf Konsum und Erreichbarkeit – ist also auf keinen Fall zu unterschätzen. (In der Bib könnte man beispielsweise mal darauf verzichten, genauso wie am Abendessenstisch mit den Eltern.)

Wenn ich jetzt auf den Home-Bildschirm meines Smartphones blicke, wird mir bewusst, für was ich es alles benutze: Ich telefoniere, mit oder ohne Live-Funktion, mit oder ohne morning-1092771_1920Lautsprecher oder Headset, ich überweise Geld, lasse meinen Standort ermitteln und mich navigieren, Routen planen und mir die schnellste Bahnverbindung vorschlagen, lasse mir den Weg leuchten, den Benzinverbrauch oder die Summe meines letzten Zalando-Shopping-Ausrutschers errechnen, jeden Gedanken, ob mittels Tasten oder mittels Diktierfunktion festhalten, ich lasse mich wecken, mich erinnern, lasse drei bis 17 E-Mail-Accounts auf meinem Bildschirm zusammenlaufen, ich schieße Fotos in allen Formaten, packe irgendeinen Filter drüber, oder auch nicht, drehe Videos in Slow-Motion und poste alles in die Sozialen Netzwerke, sende es einem oder vielen zu, ist ja alles hier in meinem Adressbuch, sogar mit Bild, wenn ich mag, ich like das am besten mal, ich zeige mein Bahnticket, ich höre Musik, schaue fern, lasse meine Termine managen, surfe, date, socialize und recherchiere, kaufe, bin immer top mobile-616012_1920informiert, schaue ob das Bild gerade hängt, toll so eine Wasserwaage auf dem Smartphone, lasse meine Schritte zählen, meinen Puls messen und meinen Kalorienverbrauch errechnen, ignoriere die Nahrungsmittelempfehlungen, die mir nun auf Basis dessen gemacht werden, teile mir eine digitale Einkaufsliste mit meinem Mitbewohner, der mal wieder mit Wasser kaufen dran ist, dimme das Licht auf 2%, lasse meine Musik über die Boxen in der Küche laufen, obwohl ich im Bad bin, einfach weil ich es kann und dann schwinge ich mich auf ein fremdes Fahrrad und fahre einen anderen Weg zur Uni, weil mir mein Smartphone ungefragt mitteilt, dass es sich auf der Hauptstraße gerade staut. Und das alles mit nur wenigen Berührungen meines Fingers.iphone-500291_1280Wenn man also mal in Rechnung stellen würde, welche Gerätschaften die meisten Smartphones mittlerweile mittels Apps & Co ersetzen, stellt man fest, dass das eigene Smartphone das Potential hat, für einen vergleichsweise günstigen Preis uns fast jedes technische Kleingerät in Sachen Funktionalität bis zu einem gewissen Grad ersetzen zu können. Aber machen wir uns nichts vor, wir werden wohl kaum versuchen, hochqualitative Macro-Aufnahmen mit unserem Smartphone zu machen, dafür nähmen wir dann spezielleres Gerät.

smartphone-381237_1920Trotzdem ist es praktisch, so wie es ist. Anstatt also im Alltag mit einem Sack voller Gerätschaften herumzulaufen, deren Akkus man laden, Softwares man aktualisieren und Speicherkarten man verwalten muss, haben wir eine kleine Allzweckwaffe für alles – unser Smartphone.

Aber Obacht, wenn unser Smartphone mal nicht vollends funktionstüchtig oder sogar defekt ist, bedeutet das im Worst Case nicht nur einen massiven Datenverlust, sondern auch den Verlust von mindestens 20 wichtigen Funktionen, die uns durch den Alltag helfen. Auf einmal bekomme ich die Playlist im Bad nur noch mit dem Tablet gewechselt, bin smartphone-1284501_1920vollkommen orientierungslos in einer fremden Stadt oder einfach nicht mehr erreichbar. Deswegen sollten wir uns auch ein kleines bisschen Unabhängigkeit von diesem Klumpen Metall und Plastik bewahren und häufiger mal eine Landkarte auseinanderfalten, immer etwas Bargeld dabeihaben oder einfach mal ganz oldschool nach dem Weg fragen.

Svenja

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