Rund ums Geld – Was wird’s 2017 Neues geben?

Alle Jahre wieder stehen uns Studierenden Änderungen in Sachen Finanzen ins Haus. Was es für das kommende Jahr grundlegend zu beachten gibt, findet Ihr im Folgenden:

Die Änderungen im Überblick:

  1. Minimale Erhöhung des Kindergelds und Höherer Kindergrundfreibetrag
  2. Beiträge für Pflegeversicherung steigen
  3. Die Einkommensgrenze für Familienversicherungen wird angehoben (bei gesetzlicher Krankenversicherung)
  4. Teilweise Erhöhung der Zusatzbeiträge gesetzlicher Krankenkassen
  5. Änderungen bei der Krankenversicherung von (Halb-) Waisen
  6. Erhöhung des Mindestlohns
  7. Vorläufige Verlängerung digitaler Kopien ohne individuelle Zählung an Hochschulen bis 30.09.2017

Natürlich können sich im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch kleine Änderungen oder Neuerungen ergeben, doch dient diese Aufzählung erst einmal einem guten Überblick, den dann jeder nach Bedarf individuell vertiefen kann.

1.Kindergelderhöhung und höherer Kindergrundfreibetrag
Die Erhöhung beträgt pro Kind und Monat zwei Euro. Das war schon 2015 und 2016 so – und ist auch für 2018 nochmals vorgesehen. Der für gut verdienende Eltern relevante Steuerfreibetrag für Kinder steigt pro Kind und Jahr um 96 € auf 7.248 €. Das Finanzamt prüft in jedem Fall, ob die Anwendung des Steuerfreibetrags (dann zählt das Kindergeld als Einkommen) oder die steuerfreie Gewährung des Kindergelds günstiger ist.

2.Beitrag für Pflegeversicherung steigt
All diejenigen, die selbst kranken- und pflegeversichert, also nicht mehr in der Familienversicherung sind, betrifft die Erhöhung des Beitragssatz der Pflegeversicherung. Statt den bisher 2,35% wird der Beitrag nun auf 2,55% erhoben.

money-515058_960_7203.Höhere Einkommensgrenze in der Familienversicherung (gesetzliche Krankenversicherung)
Wer Einkommen (BAföG zählt nicht dazu) auf andere Art als durch geringfügige Beschäftigung verdient (sondern durch Selbständigkeit, o.ä.), der kann 2017 nur dann als Studi unter 25 Jahren in der Familienversicherung bleiben, wenn das Einkommen 425 Euro monatlich nicht übersteigt. 2016 waren das noch 415 Euro. Die Einkunftsgrenze aus Minijobs bleibt unverändert bei 450 €.

4.Höhere Zusatzbeträge bei manchen gesetzlichen Krankenversicherungen
Nachdem der kassenindividuelle Zusatzbeitrag Anfang 2016 bei so gut wie allen Kassen erhöht wurde, halten nun fast alle Kassen den Betrag stabil. Für Studis, die nicht (mehr) familienversichert sein können, war zum letzten Wintersemester (durch die BAföG-Erhöhung) der Betrag insgesamt schon merklich gestiegen, sodass – bis auf wenige Ausnahmen – keine neuerliche Erhöhung zu erwarten ist. In jedem Fall würdet Ihr aber vorher schriftlich darüber informiert werden und hättet dann ein Sonderkündigungsrecht.

plane5.Änderungen bei der Krankenversicherung von (Halb-)Waisen
Ab 1.1.2017 ist geregelt, als Student und (Halb-) Waise über 25 Jahren also in jedem Fall die gesetzliche studentische Krankenversicherung abgeschlossen werden muss (oder ersatzweise eine private). Wer noch BAföG erhält, sollte dringend das BAföG-Amt benachrichtigen und mit Nachweis der Krankenversicherung darüber informieren, dass nun selbst Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt werden, damit das BAföG entsprechend um diese Zuschläge ergänzt wird.

6.Mindestlohn steigt
Der gültige Mindestlohn (seit 2015) wird zum 1.1.2017 um 34 Cent auf 8,84 Euro pro Stunde (brutto) erhöht. Wie bisher gibt es noch einige Ausnahmen: Beispielsweise muss in einem verpflichtenden Praktikum im Rahmen des Studiums kein Mindestlohn gezahlt werden. Gleiches gilt für freiwillige Praktika bis zu einer Dauer von drei Monaten, die zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder ähnlichem dienen.

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