Flowerpower für Euren Balkon und Garten

Sommerliche Temperaturen locken uns nach Draußen. Höchste Zeit, den eigenen Balkon und Garten auf Vordermann zu bringen. Mit sogenannten Samenbomben könnt Ihr im Nu aus Beton-Tristesse bunte Pflanzenmeere machen.

Wer nicht bis zum Aktionstag „Nachhaltigkeit“ am 01. Juni 2017 warten möchte, dem zeigen wir heute schon in unserem Blog, wie er oder sie in wenigen Schritten zum Hobby-Gärtner werden kann.

Wer hat’s erfunden?

Nicht die Schweizer. Das ist sicher. Vielfach wird vermutet, dass die Idee von den alten Ägyptern stammt, die ihre Flächen am Nildelta mit den Samenbomben bestellt haben sollen. Wiederum andere glauben, dass der Ursprung in Japan liegt. Who knows? In den 1970er Jahren wurden die Kugeln durch das Aufkommen der ersten Guerilla-Gardening-Bewegung, die gegen Luftverschmutzung und Bebauung städtischer Grünflächen protestierte, en vogue.

Unser Rezept:

Um eine Saatbomben zu basteln, braucht Ihr nur wenige Zutaten: Um genau zu sein, es sind drei:

  • Samen
  • Tonpulver
  • Erde

Als Saatgut eignet sich prinzipiell alles, was in die kleinen Kugeln hineinpasst. Damit Eure Bomben aber in jedem Fall aufgehen, lohnt es sich vorab ein paar Gedanken über die Beschaffenheit des Ortes zu machen. Je nach Licht, Schatten und Art des Bodens wachsen die einen Pflanzenarten besser als die anderen. Robuste Arten wie Ringelblume, Kamille und Kapuzinerkresse eigenen sich zum Beispiel hervorragend. Natürlich können mehrere Samensorten in einer Kugel miteinander kombiniert werden. Eurer Kleingärtner-Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Die Zutat Erde sollte nicht allzu viele Fragen aufwerfen.  Hier könnt Ihr Garten- oder Komposterde wie auch stinknormale Pflanzenerde aus dem Baumarkt verwenden. Zusätzlich könnt Ihr Eure Erde mit einem natürlichen Dünger, wie zum Beispiel Kaffeesatz anreichern.  Den wiederrum bekommt Ihr nach Rücksprache von uns kostenlos, sogar im 10-Liter Eimer mit Deckel.

Jetzt bleibt das ominöse „Tonpulver“, das für den Zusammenhalt der einzelnen Teile gebraucht wird. Ohne Tonpulver keine schönen Kugeln! Einige von Euch kennen Tonpulver bestimmt aus der Naturkosmetik. Dort wird es als Mineralerde bezeichnet. Kaufen könnt Ihr Tonpulver z.B. in Apotheken.

Von den Zutaten zu Samenbomben

Habt Ihr alle Zutaten beisammen, braucht Ihr eine Schüssel, einen Rührlöffel, Wasser und eine Fläche, wo die Kugeln trocknen können.

Bezüglich der Mischverhältnisses könnt Ihr Euch merken: 1 Teelöffel Samen + 4-5 Esslöffel Erde + 4-5 Esslöffel ergeben ca. 6 Samenbomben. Mischt alle Zutaten in einer Schüssel und gebt anschließend Wasser dazu, sodass ein formbarer Teig entsteht. Jetzt müsst Ihr nur noch wallnussgroße Kugeln formen und diese an einem kühlen Ort trocknen lassen.

Wie ist das rechtlich?

Bevor Ihr loslegt, solltet Ihr beachten, dass es nicht erlaubt ist, Privatgrundstücke ohne Erlaubnis des Eigentümers zu begrünen.

Melanie

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