Weg mit der Wegwerf-Mentalität: Unsere Hochschulgastronomie ist nachhaltig

Samstagmittag. Der Einkauf für die Woche ist erledigt. Zu Hause angekommen stelle ich fest: Die Bananen habe ich doppelt gekauft und es fehlt an Milch. Die Packung im Kühlschrank ist schlecht geworden. Gleiches gilt für die Avocado. Das ist dreifach ärgerlich, da 1) weltweit immer noch Milliarden Menschen nicht genug zu essen haben. 2) Die Produktion von Lebensmitteln begrenzte Ressourcen wie Wasser und Landfläche fordern und 3) ich mein Geld auch gleich hätten verbrennen können. Mein Haushaltsmanagement ist, trotzt aller guter Vorsätze und Planung, nicht immer 100% top.

Was bei mir mal mehr, mal weniger klappt, muss in der Hochschulgastronomie sitzen. Das ist zumindest meine Erwartung. Denn in den Mensen des Studierendenwerks Essen-Duisburg gehen im Semester rund 7.000 Essen pro Tag über den Tisch.

Umweltbewusstes Handeln sowie sparsamer Umgang mit Rohstoffen

Die gute Nachricht vorweg: Insbesondere in den letzten 10 Jahren haben sich die Müllmengen stark reduziert und es fallen vergleichsweise wenig Essensreste an, da bedarfsorientiert und ad-hoc produziert wird. Bemerken die Mitarbeiter/innen in der Küche, dass ein Gericht zur Neige geht, produzieren sie es einfach frisch nach. Wenn doch mal etwas übrig bleibt, wird es eingefroren und an einem anderen Tag ausgegeben. Ganz so, wie man es auch von Zuhause aus kennt.

Auch Ihr könnt mithelfen

Aber auch wir Studis sind gefragt: Durch das Komponentenessen kann ich meine Mahlzeit nicht nur selbst zusammenstellen, sondern auch entscheiden, wie groß mein Hunger ist. Wenn ich Appetit auf etwas habe, aber keinen Bärenhunger verspüre, ist es möglich, die Mitarbeiter/innen des Studierendenwerks darum zu bitten, meinen Teller oder mein Schälchen weniger voll zu machen. Wichtig ist also, das eigene Hungerempfinden im Auge zu behalten.

An der Geschirrrückgabe übernehmen wieder die Mitarbeiter/innen des Studierendenwerks. Sie kontrollieren, ob und wie viel weggeschmissen wird. So lassen sich Portionsgrößen und auch Food-Trends besser einschätzen.

Speisereste werden zu Energie-Erzeugern 

Trotz aller Maßnahmen fallen natürlich auch Essensreste an. In Summe kommen auf über 1 Mio. Essen im Jahr ca. 500 Liter Speisereste. Zum Vergleich: In eine Badewanne passen in etwa 150 – 300 Liter. Eine ganz schön gute Bilanz, wie ich finde, bei all den satten Studis. Und als ich noch genauer hinsehe, wird mir ganz nachhaltig zu Mute. Etwa 100 Liter Reste stammen vom Abspülen und die anderen 100 Liter setzten sich vielfach aus Soßen- und Gemüseresten sowie Knochen zusammen. Diese Reste sowie Öle und Fette werden von Spezialfirmen abgeholt und in Biogasanlagen zu Strom und Wärme umgewandelt. Was es nicht alles gibt.

Melanie

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